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Gebietsvertregung Penkun, Region Mecklenburg-Vorpommern - Hersteller von Rollen, Fördertechnik, Schüttgut, Stückgut - Fördertechnik in Mecklenburg-Vorpommern

Herstellung von Rollen, Fördertechnik, Schüttgut, Stückgut in Penkun, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

Schüttgut, Stückgut und Fördertechnik in Penkun

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Förderband, Förderrolle und Fördertechnik in Penkun, Mecklenburg-Vorpommern

 

 

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PĂ¶ĂŸneck

Penkun

aus www.fmg-rollen.com, der freien EnzyklopÀdie

Wappen Deutschlandkarte
53.28333333333314.2540Koordinaten: 53° 17â€Č N, 14° 15â€Č O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Amt: Löcknitz-Penkun
Höhe: 40 m ĂŒ. NN
FlĂ€che: 78,63 kmÂČ
Einwohner:

1.953 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je kmÂČ
Postleitzahl: 17328
Vorwahl: 039751
Kfz-Kennzeichen: VG
GemeindeschlĂŒssel: 13 0 75 107
Stadtgliederung: 4 Gemeindeteile
Adresse der Amtsverwaltung: Chausseestraße 30
17321 Löcknitz
WebprÀsenz: www.loecknitz-online.de
BĂŒrgermeister: Bernd Netzel (FDP)
Lage der Stadt Penkun im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Über dieses Bild

Penkun im Landkreis Vorpommern-Greifswald ist eine zum Amt Löcknitz-Penkun gehörende Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern, gelegen im Ă€ußersten SĂŒdosten Vorpommerns nahe der Grenze zu Polen .

Inhaltsverzeichnis

Penkun liegt etwa in der Mitte des Dreiecks Prenzlau - Stettin (Szczecin) - Schwedt/Oder. Die Stadt wird von sieben Seen umgeben, die in einer Senke zwischen zwei EndmorĂ€nenzĂŒgen liegen, die zur Randow und zum Landgraben hin abfallen. Die grĂ¶ĂŸten Seen sind der Schlosssee und der aus vier Teilen bestehende BĂŒrgersee. Das HĂŒgelland setzt sich nach Norden bis vor Stettin fort. Das Gebiet um Penkun wird intensiv landwirtschaftlich genutzt.

Zur Stadt gehören neben Penkun mit der Ortschaft BĂŒssow:

  • GrĂŒnz mit der Ortschaft Radewitz
  • Sommersdorf mit der Ortschaft Neuhof
  • Storkow
  • Wollin mit der Ortschaft Friedefeld

Diese vier Orte waren bis zum 31. Dezember 1998 selbststÀndige Gemeinden.[2]

Im Uhrzeigersinn (von Norden beginnend): Krackow, Tantow, Casekow, Randowtal und BrĂŒssow.

Pencun wurde 1240 erstmalig als vicus - also als Dorf - urkundlich erwĂ€hnt. Vorher existierte dort eine slawische SiedlungsstĂ€tte, umgeben von BurgwĂ€llen. Nachdem dort 1186 zur Sicherung einer Handelsstraße zwischen Stettin und der Mark Brandenburg eine pommersche Grenzfeste errichtet wurde, entwickelte sich Penkun als regelmĂ€ĂŸig angelegte und ummauerte Stadt im Schutze dieser Burg. Die Stadtbefestigung bestand aus Stadtmauer, drei Stadttoren, zwei RundtĂŒrmen und einigen WieckhĂ€usern. Bereits im Jahr 1269 wurde Pinkun urkundlich als oppidum - also als Stadt - bezeichnet und 1284 als civitas Pencun erwĂ€hnt.

Die Burg wechselte in ihrer Geschichte oft den Besitzer und wurde so zu einem prÀchtigen Herrenschloss ausgebaut. Heute hat es 44 RÀume und 190 Fenster auf einer GesamtflÀche von etwa 1720 Quadratmetern.

Zum Schutz der BĂŒrger wurde 1433 die Penkuner SchĂŒtzengilde gegrĂŒndet. Bereits 1468 konnten die BĂŒrger Penkuns und die SchĂŒtzengilde die Stadt erfolgreich ĂŒber vier Monate gegen den brandenburgischen KurfĂŒrsten Friedrich II. verteidigen.

Schuhstraße in Penkun

1478 wurde Werner von der Schulenburg mit dem Penkuner Schloss und Penkun belehnt. 1614 verkauften die Schulenburgs das Schloss und Penkun an Heinrich von der Osten. Bis 1648 gehörte Penkun zum Herzogtum Pommern. Durch den WestfĂ€lischen Frieden kam Penkun zu Schwedisch-Vorpommern und ab 1720 schließlich zur preußischen Provinz Pommern.

Penkun gehörte zwischen 1818 und 1939 zum Landkreis Randow im Regierungsbezirk Stettin der preußischen Provinz Pommern. Bei Auflösung des Landkreises Randow im Jahre 1939 wurde Penkun dem Landkreis Greifenhagen zugeordnet, der bis 1945 bestand. 1945 kam die Stadt zum wiedererrichteten Landkreis Randow, am 1. Juli 1950 zum neuerrichteten Kreis Pasewalk im Bezirk Neubrandenburg und am 12. Juni 1994 zum Landkreis Uecker-Randow, welcher 2011 im Landkreis Vorpommern-Greifswald aufging.

In seiner Entwicklung wurde Penkun mehrmals von BrĂ€nden heimgesucht, bei denen die Kirche im Laufe der Jahrhunderte sieben mal beschĂ€digt, und schließlich im Jahr 1854 zusammen mit etwa 62 % der WohnhĂ€user bei einem Großbrand komplett zerstört wurde. Dieser Großbrand ist auch der Grund dafĂŒr, dass zirka 70 % der Penkuner GebĂ€ude aus dem 19. Jahrhundert stammen.

Der zentrale Markt spielte bis 1906 als Pferdemarkt eine regionale Rolle. Danach wurden die noch stehenden Linden gepflanzt. 1993 wurde der Markt nach historischem Vorbild umgestaltet.

1945, zum Ende des Zweiten Weltkrieges, wurden das Rathaus und das SchĂŒtzenhaus durch ein Feuer zerstört.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren in Penkun grĂ¶ĂŸtenteils landwirtschaftliche Betriebe ansĂ€ssig.

Ab 1991 wurde der historische Stadtkern im Rahmen der StĂ€dtebauförderung saniert. Das Straßennetz wurde ausgebaut, eine Kanalisation geschaffen, gebaut wurden ein KlĂ€rwerk, eine neue Grundschule sowie das zentral gelegene neue Rathaus.

Seit dem 1. Juli 2004 gehört Penkun zum Amt Löcknitz-Penkun.

Die Penkuner Stadtvertretung hat 12 Mitglieder.

Wahlgruppe Sitze
CDU 5
BĂŒrgerbĂŒndnis UER 2
FDP 2
SPD 1
Die Linke 1
Einzelbewerber KlÀnhammer 1

(Stand: Kommunalwahl 2005)

Das Wappen wurde unter der Nr. 65 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Silber auf einer goldenen Krone stehend, ein aufgerichteter gold bewehrter roter Greif.“

Das Wappen wurde 1995 neu gezeichnet.

Partnerschaften bestehen mit der Gemeinde Fors in Frankreich und der Gemeinde Widuchowa in Polen. Es findet ein regelmĂ€ĂŸiger Kulturaustausch in Form von gegenseitigen Treffen statt.

Schlosssee


Schloss Penkun um 1860, Sammlung Alexander Duncker
  • Das Schloss Penkun (frĂŒher Burg) ist eine stattliche und unregelmĂ€ĂŸige DreiflĂŒgelanlage auf dem alten BurghĂŒgel. Unter der Verwendung mittelalterlicher Reste wurde um 1600 die Burg zu einem Schloss im Stil der SpĂ€trenaissance umgebaut. Die Portale im Westen und Osten stammen aus dem 17. Jahrhundert. Die Tordurchfahrt ziert ein Wappenschmuck mit Datum von 1614. Nach 1945 wurde das Schloss als Landwirtschaftsschule mit Internat genutzt und nach deren Schließung als Kantine der auf dem Schlosshof befindlichen LPG und bis 1990 auch fĂŒr die Schulspeisung der Grundschule, die sich ebenso auf der GelĂ€nde befand wie der örtliche Kindergarten. Engagierte BĂŒrger bemĂŒhten sich um den Erhalt des Schlosses, dessen Sanierung 1991 begonnen wurde und das inzwischen fĂŒr wechselnde Ausstellungen benutzt wird. Im ehemaligen Verwalterhaus des Penkuner Schlosses ist heute ein Museum untergebracht, in dem wechselnde Sonderausstellungen gezeigt werden. Sehenswert ist auch der Schlosspark.
  • Die neogotische Stadtkirche wurde von 1858 bis 1862 errichtet, nachdem der VorgĂ€ngerbau 1854 abgebrannt war. Die Orgel von 1863 stammt von dem Stettiner Orgelbaumeister Barnim GrĂŒneberg[3]
  • Das Freilichtmuseum bei Penkun zeigt auf einer FlĂ€che von 30.000 mÂČ seit 1999 die frĂŒhe slawische Geschichte.
  • Im Ortsteil Sommersdorf steht nahe der Kirchhofsmauer der Mordstein von 1423. Es ist ein hoher, rechteckiger Stein mit griechischem Kreuz und gotischen Minuskeln.
  • Im Ortsteil Storkow befindet sich die grĂ¶ĂŸte BockwindmĂŒhle Deutschlands.
  • Im Ortsteil Wollin steht eine rechteckige Feldstein-Dorfkirche aus dem spĂ€ten 13. Jahrhundert.

In Penkun gibt es den Chor Cantemus Penkun und die Schalmeienkapelle der Freiwilligen Feuerwehr. Weiterhin existieren das Penkuner Blasorchester und ein Posaunenchor im Ortsteil Sommersdorf.

Zu den Sportvereinen in Penkun gehören der SchĂŒtzen-, Fußball-, Tischtennis-, Badminton- und Volleyballverein.

Zu den regelmĂ€ĂŸigen Veranstaltungen zĂ€hlen die GeflĂŒgelschau, das Sommer- und Herbstfest, die Karnevalsveranstaltungen und der Weihnachtsmarkt. Außerdem findet alljĂ€hrlich eine Oldtimer-Rundfahrt statt.

In Penkun befindet sich nach Angaben des Betreibers "einer der grĂ¶ĂŸten Biogasparks der Welt". [4] Die fĂŒr 20 Megawatt ausgelegte Anlage gehört zu einem im Bau befindlichen DĂŒngemittelwerk. In der Anlage wird Strom aus Mais, GĂŒlle und Getreide erzeugt.[5]

In unmittelbarer NĂ€he von Penkun befindet sich die letzte Autobahnanschlussstelle der Bundesautobahn 11 vor der polnischen Grenze. Durch den Ortsteil Storkow fĂŒhrt die Bundesstraße 113. Im benachbarten Tantow besteht Anschluss an die Bahnlinie Berlin-Stettin.

In Penkun gibt es eine Grundschule, eine Regionalschule sowie eine KindertagesstÀtte mit Hort.

  • Caspar March (1619–1677), Mediziner, Mathematiker und Astronom
  • Ulli Wegner (*1942), Boxtrainer
  • Gustav Kratz: Die StĂ€dte der Provinz Pommern - Abriß ihrer Geschichte, zumeist nach Urkunden. Berlin 1865, S. 293-295 (Volltext)
  • GĂŒnter Walter (Herausgeber): Festschrift zur 750-Jahrfeier der Stadt Penkun. VerlagsbĂŒro Schwedesky, Grevenbroich/Nrh. 1990
  1. ↑ Mecklenburg-Vorpommern Statistisches Amt – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2010 (PDF; 522 kB) (Hilfe dazu)
  2. ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  3. ↑ http://www.kirchenkreis-pasewalk.de/286.html
  4. ↑ [1] EnviTec Biogas AG hat einen der grĂ¶ĂŸten Biogasparks der Welt errichtet Homepage des Betreibers, abgerufen am 30. Juni 2009
  5. ↑ WeltgrĂ¶ĂŸte Biogasanlage ist komplett - LĂŒbecker Nachrichten, 11. Dezember 2007


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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Penkun aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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Mecklenburg-Vorpommern

aus www.fmg-rollen.com, der freien EnzyklopÀdie

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mecklenburg-Vorpommern (BegriffsklĂ€rung) aufgefĂŒhrt.
Land Mecklenburg-Vorpommern
Über dieses Bild
Flagge
Wappen
Wahlspruch: MV tut gut.
Sprache: Deutsch, Niederdeutsch[1]
Landeshauptstadt: Schwerin
FlĂ€che: 23.180,14 kmÂČ
Einwohnerzahl: 1,636 Mio. (31. Oktober 2011)[2]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner pro kmÂČ
Arbeitslosenquote: 13,5 % (MĂ€rz 2012)[3]
GrĂŒndung: 1990
Schulden: 9,8 Mrd. EUR (31. Dezember 2010)[4]
ISO 3166-2: DE-MV
Kontakt:
Website: www.mecklenburg-vorpommern.eu
Politik:
MinisterprÀsident: Erwin Sellering (SPD)
Regierende Parteien: SPD und CDU
Sitzverteilung im Landtag: SPD 27
CDU 18
Die Linke 14
B’90/GrĂŒne 7
NPD 5
Letzte Wahl: 4. September 2011
NĂ€chste Wahl: planmĂ€ĂŸig 2016
Parlamentarische Vertretung:
Stimmen im Bundesrat: 3

Mecklenburg-Vorpommern [ˈmeːklənbʊrk] (mecklenburgisch-vorpommersch MĂ€kelborg-Vörpommern [/ˈmɛːkəlbɔɐç/-/fƓɐpɔmɛɐn/], AbkĂŒrzung MV) ist ein Land im Nordosten der Bundesrepublik Deutschland. Es ist als Teil des norddeutschen Tieflands ĂŒberwiegend flach mit nur wenigen Erhebungen und grenzt im Norden an die Ostsee, im Westen an Schleswig-Holstein (137 km gemeinsame Grenze) und Niedersachsen (79 km), im SĂŒden an Brandenburg (441 km) sowie im Osten an Polen (78 km). Hinsichtlich der Verwaltungsstrukturen gliedert es sich seit der Kreisgebietsreform vom 4. September 2011 in sechs Landkreise, darunter die fĂŒnf flĂ€chengrĂ¶ĂŸten Deutschlands, sowie zwei kreisfreie StĂ€dte. Die Landeshauptstadt ist Schwerin. Mecklenburg-Vorpommern entstand 1945 als Zusammenschluss des historischen Landes Mecklenburg mit Vorpommern, dem nach dem Zweiten Weltkrieg bei Deutschland verbliebenen Teil der ehemaligen preußischen Provinz Pommern. Nachdem es in der Deutschen Demokratischen Republik 1952 in drei Bezirke aufgeteilt worden war, wurde es nach der NeugrĂŒndung im Jahr 1990 im Zuge der Deutschen Wiedervereinigung ein Land der Bundesrepublik Deutschland.

Mit einer FlĂ€che von rund 23.180 Quadratkilometern ist Mecklenburg-Vorpommern unter den 16 LĂ€ndern in Deutschland das flĂ€chenmĂ€ĂŸig sechstgrĂ¶ĂŸte. Lediglich im Saarland und in Bremen leben weniger Menschen als in Mecklenburg-Vorpommern, das rund 1,6 Millionen Einwohner hat und damit die geringste Einwohnerdichte aller BundeslĂ€nder aufweist. Dementsprechend ist die Besiedlung rural geprĂ€gt und ĂŒberwiegend durch Mittel- und KleinstĂ€dte sowie eine dörfliche Struktur gekennzeichnet; die einzige Großstadt des Landes ist Rostock. Die nĂ€chstgelegenen Metropolen sind Hamburg und Berlin. Mit der Ernst-Moritz-Arndt-UniversitĂ€t Greifswald und der UniversitĂ€t Rostock gibt es zwei der Ă€ltesten deutschen UniversitĂ€ten im Land. Dominierende Wirtschaftszweige Mecklenburg-Vorpommerns sind die Wind- und Solarenergiebranche, der Schiffs- und Yachtbau sowie die Fischerei, die Landwirtschaft und die Lebensmittelindustrie. Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern und die Gesundheitswirtschaft tragen ĂŒberdurchschnittlich zum Bruttoinlandsprodukt des Bundeslandes bei. Im Land befinden sich drei der 14 deutschen Nationalparks und damit mehr als in jedem anderen deutschen Bundesland. Das Klima Mecklenburg-Vorpommerns ist kontinental-warmgemĂ€ĂŸigt und im KĂŒstenbereich durch den maritimen Einfluss der Ostsee geprĂ€gt.

Inhaltsverzeichnis

Burg Mecklenburg
Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz und der Westen der preußischen Provinz Pommern 1880

Das Wort Mecklenburg wird in der Umgangssprache der meisten Regionen wie [meːklənbÊŠÉĂ§] oder Meeklenburch ausgesprochen. Das „e“ wird lang gesprochen (Dies ist als deutschlandweite korrekte Aussprache des E zu verstehen; siehe: das CK im Norden) und das „g“ wie ein palatales „ch“. Die VerĂ€nderung des G im Auslaut ist ein Überrest niederdeutscher Phonologie.

In den Mecklenburgisch-Vorpommerschen Dialekten gebraucht man hingegen den alten sĂ€chsischen Namen Mękelborg.

Der Name Mecklenburg („Mikelenburg“) taucht erstmals in einer Urkunde auf, die Kaiser Otto III. auf der Mikelburg gezeichnet hat. Die Urkunde stammt aus dem Jahr 995. Im AltsĂ€chsischen bedeutete mikil „groß“, im 10./11. Jahrhundert war das Wort Mikilinborg („große Burg“) gebrĂ€uchlich. Der Name bezieht sich auf die Burg Mecklenburg. Im Mittelalter wurde daraus mittelniederdeutsch Mekelenborch, spĂ€ter dann Meklenburg und Mecklenburg.

Der Name Vorpommern entstand erst relativ spĂ€t (16./17. Jahrhundert) als Bezeichnung fĂŒr die westlich der Oder liegenden Gebiete des Herzogtums Pommern. Der Name Pommern wiederum leitet sich von dem slawischen (kaschubischen) „po morje“ = am Meer ab (siehe auch Pommern). Dieser politisch-geographische Terminus ist in etwa ebenso alt wie der von Mecklenburg. Bereits 1046 wird der erste PommernfĂŒrst Zemuzil erwĂ€hnt. Der Begriff Pommern wurde im weiteren Verlauf des Mittelalters zur tragenden Bezeichnung des Herrschaftsgebietes der Dynastie der Greifen.

Entstanden ist der Name „Mecklenburg-Vorpommern“ erstmals durch die Vereinigung des ehemaligen Freistaates Mecklenburg mit den westlich der Oder-Neiße-Linie gelegenen Gebieten (unter Ausgliederung von Stettin und SwinemĂŒnde) der frĂŒheren preußischen Provinz Pommern auf Grund eines Befehls der Sowjetischen MilitĂ€radministration von Anfang Juli 1945. Anfangs kursierten verschiedene Bezeichnungen fĂŒr das neue Verwaltungsgebilde, u. a. „Mecklenburg-Pommern“ und auch schon frĂŒh, unter Ignorierung der pommerschen Landesteile, einfach nur „Mecklenburg“. Letztere Bezeichnung wurde auf Anweisung der sowjetischen Besatzungsmacht ab 25. Februar 1947 verbindlich.

Erst mit der Neukonstituierung als Land in verĂ€ndertem Gebietszuschnitt – Basis waren die drei DDR-Nordbezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg – im Herbst 1990, erhielt das Land wieder die Bezeichnung „Mecklenburg-Vorpommern“.

Geografisch gesehen gehört Mecklenburg-Vorpommern zu Norddeutschland. Das Land entstand im Juli 1945 aus dem ehemaligen Freistaat Mecklenburg und dem westlichen Teil Pommerns und erneut 1990 nach der deutschen Wiedervereinigung aus den drei DDR-Bezirken Rostock, Schwerin und Neubrandenburg.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern umfasst das Gebiet Mecklenburgs, welches etwa zwei Drittel der LandesflĂ€che ausmacht, sowie den nach 1945 bei Deutschland verbliebenen Teilen der ehemals preußischen Provinz Pommern (Vorpommern), kleine Teile der Prignitz und dem nördlichsten Zipfel der Uckermark (ehemals brandenburgisch).

HöhenverhÀltnisse, GewÀsser und Orte auf einer Karte von Mecklenburg-Vorpommern
Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund auf RĂŒgen
Die MĂŒritz (hier bei Röbel) ist ein Teil der Mecklenburger Seenplatte
Brohmer Berge

Mecklenburg-Vorpommern hat insgesamt eine KĂŒstenlĂ€nge von etwa 2.000 km und damit die lĂ€ngste KĂŒste aller deutschen BundeslĂ€nder. Den Großteil davon nimmt die Vorpommersche Bodden- und HaffkĂŒste ein, denn die KĂŒste im östlicheren Landesteil ist besonders stark gegliedert. Die AußenkĂŒste ist etwa 350 km lang.

Die beiden grĂ¶ĂŸten Inseln Mecklenburg-Vorpommerns, RĂŒgen und Usedom, sind zugleich Deutschlands grĂ¶ĂŸte Inseln. Weitere grĂ¶ĂŸere Inseln sind Poel, Ummanz und Hiddensee.[5] Die wichtigste Halbinsel ist Fischland-Darß-Zingst.

Mit dem Nationalpark Jasmund, dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und dem MĂŒritz-Nationalpark liegen insgesamt drei der 14 deutschen Nationalparks in Mecklenburg-Vorpommern, das somit ĂŒber mehr dieser besonderen Schutzgebiete verfĂŒgt als jedes andere deutsche Bundesland.

Das Land MV wird durch FlĂŒsse und KanĂ€le mit einer GesamtlĂ€nge von mehr als 26.000 km durchkreuzt. Mit seinen ĂŒber 2028 Seen mit einer GesamtflĂ€che von 738 kmÂČ besitzt Mecklenburg-Vorpommern eine einzigartige Seen- und Wasserlandschaft. Die MĂŒritz ist der grĂ¶ĂŸte, vollstĂ€ndig auf deutschem Territorium liegende See in Deutschland und ist ein Teil der weitlĂ€ufigen Mecklenburgischen Seenplatte. Andere große Seen sind der Plauer See, der Schweriner See und der Schaalsee in Westmecklenburg, sowie der Malchiner See, Kummerower See und Tollensesee im östlichen Landesteil. Weitere seenreiche Gebiete sind die Feldberger- und die Sternberger Seenlandschaft.

Siehe auch: Liste der GewÀsser in Mecklenburg-Vorpommern

Die Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns im Norddeutschen Tiefland ist durch die Weichseleiszeit (PleistozĂ€n) geprĂ€gt. Die Landschaftsformen sĂŒdlich der KĂŒstenlinie gliedern sich etwa von Nordost nach SĂŒdwest:[6]

  • Das nordöstliche Flachland umfasst etwa das Vorpommersche Festland. Es hat ĂŒberwiegend lehmige Böden und liegt insgesamt weniger als 50 m ĂŒber NHN. Die Spiegel der meisten GewĂ€sser liegen sogar weniger als 10 m ĂŒber dem Meer.
  • Das RĂŒckland der Seenplatte umfasst in den Landkreisen Demmin und Uecker-Randow Teile Vorpommerns, sowie das nordöstliche Mecklenburg.
  • Der Baltische LandrĂŒcken mit der Seenplatte zieht sich als JungmorĂ€nenlandschaft von Nordwestmecklenburg bis in den Mecklenburger SĂŒdosten. Große Teile liegen deutlich mehr als 50 m, zahlreiche HĂŒgelkuppen mehr als 100 m ĂŒber NHN. Der Spiegel der MĂŒritz liegt 62,1 m, der des Carwitzer Sees bei Feldberg nahe der Grenze zu Brandenburg gar 83,8 m ĂŒber dem Meer.
  • Das sĂŒdwestliche Vorland der Seenplatte, also das Gebiet sĂŒdwestlich der Landeshauptstadt Schwerin, wird zum Elbetal hin entwĂ€ssert, an dem Mecklenburg seit der Abtretung des Amtes Neuhaus nur noch einen kleinen Anteil hĂ€lt.

Das Land ist flach bis hĂŒgelig. Von den höchsten Erhebungen gehören einige zum Baltischen LandrĂŒcken, so die Helpter Berge (179 m), die Ruhner Berge (176,6 m) und die Brohmer Berge (153,1 m). Andere liegen nahe der KĂŒste wie der Piekberg auf RĂŒgen (161 m), die KĂŒhlung (129,7 m) nordwestlich von Rostock und der Golm (69,1 m) auf Usedom. AusgeprĂ€gte Tallandschaften weisen die FlĂŒsse Warnow, Recknitz und Tollense auf, sowie kĂŒrzere Abschnitte von Peene, Trebel und Großem Landgraben.

Mecklenburg-Vorpommern: Bevölkerung 1939–2002

Die Bevölkerung setzt sich aus Mecklenburgern und Pommern und zum kleinen Teil aus Brandenburgern zusammen. Hinzu kamen viele Heimatvertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg, ĂŒberwiegend Pommern und Ostpreußen, sowie Zugezogene aus den anderen Regionen Deutschlands und ihre Nachkommen, geschichtlich bedingt hauptsĂ€chlich aus dem Gebiet der ehemaligen DDR, sowie nach der Wiedervereinigung russlanddeutsche Aussiedler bzw. SpĂ€taussiedler. Vergleichsweise klein ist der Anteil an BĂŒrgern auslĂ€ndischer Herkunft, die grĂ¶ĂŸte Gruppe kommt aus Vietnam.

Der Bevölkerungsgipfel von ĂŒber 2,1 Millionen 1945/46 – trotz kriegsbedingter Verluste – ist auf den starken Zustrom von Heimatvertriebenen zurĂŒckzufĂŒhren, die in der SBZ/DDR offiziell „Umsiedler“ hießen. Die darauf folgende Abnahme resultierte vor allem aus der Fluchtbewegung nach Westdeutschland. Der erhebliche Bevölkerungsverlust nach 1989 ist Folge von Westabwanderung und dramatischem Einbruch bei den Geburtenzahlen.

Mecklenburg-Vorpommern ist das am dĂŒnnsten besiedelte und am lĂ€ndlichsten geprĂ€gte deutsche Bundesland. Die Mehrzahl der Bevölkerung wohnt entlang der OstseekĂŒste, wĂ€hrend besonders der SĂŒden des Landes schwach besiedelt ist. Die ehemaligen Landkreise MĂŒritz und Mecklenburg-Strelitz waren die Landkreise mit der geringsten Bevölkerungsdichte in Deutschland. Die Hansestadt Rostock ist mit etwa 200.000 Einwohnern die einzige Großstadt im Land. Rostock ist ebenfalls das grĂ¶ĂŸte der vier Oberzentren des Landes, gefolgt von Stralsund und Greifswald (zusammengerechnet 112.000 Einwohner), der Landeshauptstadt Schwerin (ca. 96.000 Einwohner) und der Stadt Neubrandenburg. Alle anderen StĂ€dte haben weniger als 50.000 Einwohner, die bedeutendsten StĂ€dte dieser Gruppe sind die Hansestadt Wismar und GĂŒstrow.

Das Klima wird in Mecklenburg-Vorpommern durch den Übergang vom maritimen Einfluss im KĂŒstenbereich der Ostsee zu kontinentalgemĂ€ĂŸigtem Klima im Binnenland geprĂ€gt. So nimmt die Niederschlagsneigung im Binnenland ab. Die Ostseeregion, vor allem die Inseln RĂŒgen und Usedom, hat die deutschlandweit höchste Zahl an Sonnentagen.

Die LĂ€nder der DDR bis 1952 im Vergleich mit den neu gegrĂŒndeten BundeslĂ€ndern ab 1990.
→ Hauptartikel: Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns

Zur Geschichte der historischen Territorien bis 1945 – Siehe: Geschichte Mecklenburgs bzw. Geschichte Pommerns.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs am 9. Juli 1945 von der Sowjetischen MilitĂ€radministration aus dem ehemaligen Land Mecklenburg, dem bei Deutschland verbliebenen, also ĂŒberwiegenden Teil Vorpommerns sowie dem ehemals hannoverschen Amt Neuhaus[7] gebildet. Schon im Jahre 1947 wurde der Landesteil Vorpommern aus dem Landesnamen entfernt und das Territorium bestand nunmehr als Land Mecklenburg bis 1952 fort.[8]

Bereits 1952 wurde im Rahmen der Verwaltungsreform in der DDR das Land aufgelöst und im Wesentlichen in die drei Bezirke Neubrandenburg (der SĂŒdosten), Rostock (die KĂŒste) und Schwerin (der SĂŒdwesten) aufgeteilt.

Mit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 erfolgte die NeugrĂŒndung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in etwa in jener territorialen Ausdehnung, die Mecklenburg bei der Auflösung 1952 gehabt hatte. Schleswig-Holstein und die Freie und Hansestadt Hamburg waren wĂ€hrend des Aufbaus der neuen Verwaltungsstrukturen PartnerlĂ€nder von Mecklenburg-Vorpommern.

Seit der politischen Wende wurden im gesamten Land auch weite Teile zahlreicher StĂ€dte im Rahmen der StĂ€dtebauförderung umfassend saniert, so wurden z. B. die Historischen AltstĂ€dte Stralsund und Wismar 2002 in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Mecklenburg-Vorpommern sieht sich seit der Wende nicht nur mit einem tiefgreifenden Struktur-, sondern auch mit einem erheblichen Demografiewandel konfrontiert. Bereits 1994 reagierte die Landesregierung daher mit einer umfassenden Kreisreform, welcher im Jahr 2011 eine zweite folgte.

Evangelische Kirche St. Marien in Stralsund.
Katholische Kirche Maria Rosenkranzkönigin in Demmin.

Der ĂŒberwiegende Teil der Bevölkerung ist konfessionslos. 17,3 % der Bevölkerung von Mecklenburg-Vorpommern bekennen sich zur evangelischen Kirche und 3,3 % zur katholischen Kirche (laut Statistik der EKD, Stand 2011).[9]

Die evangelische Religionsgemeinschaft war bislang in Mecklenburg-Vorpommern in zwei verschiedenen Landeskirchen organisiert, die zusammen eine Föderation eingegangen sind:

  • Die Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs (ELLM) mit Bischofssitz in der Landeshauptstadt Schwerin ist mit derzeit 193.000 Mitgliedern (Stand 2010)[10] die grĂ¶ĂŸte kirchliche Gemeinschaft im Bundesland. Sie umfasst die evangelisch-lutherischen Gemeinden im Landesteil Mecklenburg sowie einige Gemeinden in Schleswig-Holstein und Brandenburg.
  • Die Pommersche Evangelische Kirche (PEK) mit Bischofssitz in Greifswald umfasst die evangelischen Gemeinden im bei Deutschland verbliebenen Teil Pommerns. Mit derzeit etwa 94.000 Mitgliedern (Stand 2010) ist sie die zweitgrĂ¶ĂŸte kirchliche Gemeinschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Verfassung und das EinfĂŒhrungsgesetz zur Fusion beider Landeskirchen sowie der deutlich mitglieder- und finanzstĂ€rkeren Nordelbischen Kirche zu einer vereinigten Nordkirche im Ostseeraum wurden am 7. Januar 2012 mit den erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheiten beschlossen.[11] Am 5. Februar 2009 war der Fusionsvertrag unterzeichnet worden.[12]

Neben den beiden genannten Landeskirchen besteht in Mecklenburg-Vorpommern auch eine Gemeinde der Evangelisch-reformierten Kirche, die als Landeskirche ebenfalls der Evangelischen Kirche in Deutschland angeschlossen ist. DarĂŒber hinaus bestehen Gemeinden der altkonfessionell verfassten SelbstĂ€ndigen Evangelisch-Lutherische Kirche und der evangelischen Freikirchen wie den Baptisten, freien evangelischen Gemeinden, Methodisten, Mennoniten oder den Siebenten-Tags-Adventisten.

Die römisch-katholische Kirche spielt seit der Reformation in Mecklenburg-Vorpommern eine zahlenmĂ€ĂŸig geringe Rolle. Sie ist gegenwĂ€rtig territorial zweigeteilt: Mecklenburgs 46.000 Katholiken (Stand: 2004) gehören zum Erzbistum Hamburg, wĂ€hrend die 13.000 (Stand: 2004) Katholiken in Vorpommern dem Erzbistum Berlin angehören.

Daneben gibt es mehrere kleinere christliche Kirchen wie die Neuapostolische Kirche oder die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.[13]

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es auch je eine jĂŒdische Gemeinde in der Landeshauptstadt Schwerin (inklusive Wismar) sowie in Rostock. Beide Gemeinden sind im Landesverband der JĂŒdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern organisiert, welcher Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland ist.

Über historische Synagogen informiert die Liste der Synagogen in Mecklenburg-Vorpommern.

Das Schweriner Schloss ist der Sitz des Landtags.
Die Staatskanzlei in Schwerin.
Sitzverteilung im Landtag (2006–2011)

Die MinisterprĂ€sidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern (1945–1947) und des Landes Mecklenburg (1947–1952) waren Wilhelm Höcker (1945–1951, SPD/SED), Kurt BĂŒrger (19. Juli – 28. Juli 1951, SED) und Bernhard Quandt (1951–1952, SED).

Von 1952 bis zur Deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 existierte Mecklenburg-Vorpommern nicht. Das Territorium bildete den Hauptteil der drei DDR-Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg.

Von 1990 bis 1992 war Alfred Gomolka (CDU) erster MinisterprĂ€sident des wieder hergestellten Bundeslandes. Er wurde vom CDU-Politiker Berndt Seite (1992–1998) abgelöst, welcher 1992 bis 1994 unter einer Koalition der CDU mit der FDP und ab 1994 in einer Großen Koalition regierte. Harald Ringstorff (SPD) hatte, unter einer Koalition der SPD zusammen mit der PDS, von 1998 bis 2008 die bisher lĂ€ngste Amtsperiode. Seit dem 6. Oktober 2008 ist Erwin Sellering (SPD) der MinisterprĂ€sident des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern in einer Großen Koalition aus SPD und CDU. Nach seiner Wahl trat Sellering am 25. Oktober 2011 seine zweite Amtszeit an.

Die RegierungsgeschÀfte in Mecklenburg-Vorpommern sind auf den MinisterprÀsidenten und acht Minister verteilt. Dem Kabinett der Landesregierung gehören an:

Amt Name Partei
MinisterprÀsident Erwin Sellering SPD
Stellvertretender MinisterprÀsident Lorenz Caffier CDU
Inneres und Sport Lorenz Caffier CDU
Justiz Uta-Maria Kuder CDU
Finanzen Heike Polzin SPD
Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe CDU
Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Till Backhaus SPD
Bildung, Wissenschaft und Kultur Mathias Brodkorb SPD
Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Volker Schlotmann SPD
Arbeit, Gleichstellung und Soziales Manuela Schwesig SPD

Anders als in vielen anderen deutschen LĂ€ndern mittlerweile ĂŒblich, verzichtet die Landesregierung auf einen Europaminister. Dieses Amt wird in Personalunion vom MinisterprĂ€sidenten ĂŒbernommen. Dieser vertritt das Land auch in der Europaministerkonferenz. Die Koordinierung der Europapolitik verantwortet die Staatskanzlei. In BrĂŒssel wurde ein InformationsbĂŒro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der EU eingerichtet, die der Staatskanzlei unterstellt ist.

Siehe: Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Ergebnisse der Landtagswahlen in der Bundesrepublik Deutschland bzw. Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2011

Siehe: Kreistag (Mecklenburg-Vorpommern)

→ Hauptartikel: Wappen Mecklenburg-Vorpommerns und Flagge Mecklenburg-Vorpommerns
Großes Landeswappen Kleines Landeswappen Landesflagge Landesdienstflagge
(nur fĂŒr behördliche Benutzung)
Landesflagge Mecklenburgs
(fĂŒr nichtstaatliche Benutzung)
Landesflagge Vorpommerns
(fĂŒr nichtstaatliche Benutzung)
→ Hauptartikel: Liste der Landkreise und kreisfreien StĂ€dte in Mecklenburg-Vorpommern

Seit der Kreisgebietsreform 2011 ist das Land in sechs Landkreise und zwei kreisfreie StÀdte gegliedert.

Landkreise und kreisfreie StÀdte Mecklenburg-Vorpommerns
Landkreis oder kreisfreie Stadt Landesteil Kreissitz Einwohner
31. Dezember 2010
FlÀche
kmÂČ
Rostock Mecklenburg – 202.735 181
Schwerin Mecklenburg – 95.220 131
Landkreis Ludwigslust-Parchim Mecklenburg Parchim 218.362 4.750
Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Mecklenburg
(teils Vorpommern)
Neubrandenburg 272.922 5.468
Landkreis Nordwestmecklenburg Mecklenburg Wismar 160.423 2.117
Landkreis Rostock Mecklenburg GĂŒstrow 216.189 3.421
Landkreis Vorpommern-Greifswald Vorpommern
(teils Mecklenburg)
Greifswald 245.733 3.927
Landkreis Vorpommern-RĂŒgen Vorpommern
(teils Mecklenburg)
Stralsund 230.743 3.188
→ Hauptartikel: Liste der Ämter in Mecklenburg-Vorpommern, Liste der StĂ€dte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern und Liste der StĂ€dte in Mecklenburg-Vorpommern

Das Land Mecklenburg-Vorpommern besteht aus insgesamt 783 politisch selbstĂ€ndigen StĂ€dten und Gemeinden. Diese verteilen sich wie folgt: zwei kreisfreie StĂ€dte und 781 kreisangehörige StĂ€dte und Gemeinden. Von den kreisangehörigen StĂ€dten und Gemeinden sind 38 amtsfrei. Die 743 amtsangehörigen StĂ€dte und Gemeinden sind zur Erledigung ihrer VerwaltungsgeschĂ€fte zu 78 Ämtern zusammengeschlossen (Stand: 1. Januar 2012).

Der historische Marktplatz der Hanse- und UniversitÀtsstadt Greifswald.
Stadt/
Gemeinde
Landkreis Einwohner
31. Dezember 2000
Einwohner
31. Dezember 2010
VerÀnderung
2000–2010
Rostock kreisfreie Stadt 200.506 202.735 +1,10 %
Schwerin kreisfreie Stadt 101.267 95.220 −5,97 %
Neubrandenburg Mecklenburgische Seenplatte 73.318 65.282 −10,96 %
Stralsund Vorpommern-RĂŒgen 60.663 57.670 −4,93 %
Greifswald Vorpommern-Greifswald 54.236 54.610 +0,69 %
Wismar Nordwestmecklenburg 47.031 44.397 −5,60 %
GĂŒstrow Rostock (Landkreis) 32.323 30.018 −7,13 %
Neustrelitz Mecklenburgische Seenplatte 23.333 21.207 −9,11 %
Waren (MĂŒritz) Mecklenburgische Seenplatte 22.044 21.051 −4,50 %
Parchim Ludwigslust-Parchim 20.048 18.425 −8,10 %
Ribnitz-Damgarten Vorpommern-RĂŒgen 17.200 16.038 −6,76 %
Bergen auf RĂŒgen Vorpommern-RĂŒgen 15.616 14.030 −10,16 %
Anklam Vorpommern-Greifswald 15.826 13.433 −15,12 %
Ludwigslust Ludwigslust-Parchim 12.506 12.319 −1,50 %
Wolgast Vorpommern-Greifswald 13.747 11.940 −13,14 %
Demmin Mecklenburgische Seenplatte 13.529 11.890 −12,11 %
Hagenow Ludwigslust-Parchim 12.272 11.745 −4,29 %
Bad Doberan Rostock (Landkreis) 11.515 11.325 −1,65 %
Pasewalk Vorpommern-Greifswald 12.873 11.319 −12,07 %
Boizenburg/Elbe Ludwigslust-Parchim 10.654 10.691 +0,35 %
GrevesmĂŒhlen Nordwestmecklenburg 11.080 10.654 −3,84 %
Grimmen Vorpommern-RĂŒgen 11.565 10.399 −10,08 %
Sassnitz Vorpommern-RĂŒgen 11.637 10.366 −10,92 %
Heutige Verbreitung des Ostniederdeutschen
Staatstheater Schwerin
Das Ozeaneum in Stralsund
Pommersches Landesmuseum in Greifswald
Fusion Festival 2004

In weiten Teilen des Landes wird bis heute neben Hochdeutsch von der Ă€lteren Generation auch Niederdeutsch mindestens verstanden und oft auch gesprochen. Die JĂŒngeren beherrschen es aber praktisch nicht mehr. Heute bemĂŒht man sich, mit vielfĂ€ltigen Schulprojekten und Vereinsarbeit nachwachsenden Generationen die aussterbende Sprache ihrer Heimat nahezubringen. Nachhaltige Erfolge brachte das jedoch bisher nicht.

Der sogenannte mecklenburgisch-vorpommersche Sprachraum gehört zum Ostniederdeutschen und entspricht in etwa den heutigen Grenzen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Dabei gibt es keine eindeutig festzumachenden Grenzen zwischen mecklenburgischem und vorpommerschem Niederdeutsch, sondern die dialektalen Unterschiede drĂŒcken sich, geographisch betrachtet, in einem West-Ost-Kontinuum aus. Es kommen also keine IsoglossenbĂŒndel vor.

Bedeutende niederdeutsche Schriftsteller sind unter anderem Fritz Reuter, John Brinckman und Rudolf Tarnow.

Die grĂ¶ĂŸten mit öffentlichen Mitteln geförderten Theater des Landes sind das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin, das Volkstheater Rostock, das Theater Vorpommern mit SpielstĂ€tten in Greifswald, Stralsund und Putbus und das Mecklenburgische Landestheater Neustrelitz mit SpielstĂ€tten in Neubrandenburg und Neustrelitz. Alle vier Theater bieten sowohl Schauspiel als auch Musiktheater und Orchestermusik. Weitere wichtige Theater sind das Ernst-Barlach-Theater in GĂŒstrow, das Mecklenburgische Landestheater Parchim, das Theater Anklam und das Theater Wismar. Zudem gibt es viele kleine Theater an der OstseekĂŒste und in einzelnen KĂŒnstlerdörfern und Kurorten.

Theater Besucher
2007/2008[14]
Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin 170.681
Vorpommersche Theater- und Sinfonieorchester GmbH Greifswald/Stralsund 140.902
Theater und Orchester GmbH Neustrelitz/Neubrandenburg 120.042
Volkstheater Rostock 119.758
Vorpommersche LandesbĂŒhne Anklam 71.825
Mecklenburgisches Landestheater Parchim 14.773

Die Störtebeker-Festspiele finden seit 1993 in Ralswiek auf der Insel RĂŒgen statt. Sie sind Deutschlands erfolgreichstes Open-Air-Theater.

Bemerkenswerte Museen sind zum Beispiel das Staatliche Museum Schwerin und das Pommersche Landesmuseum in Greifswald. Das Deutsche Meeresmuseum mit dem Ozeaneum in Stralsund ist das meistbesuchte Museum in Norddeutschland. Weiterhin sind das Deutsche Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten, das Rostocker Kloster zum Heiligen Kreuz und die Kunsthalle Rostock von ĂŒberregionaler Bedeutung. Das Ă€lteste Museum Mecklenburg-Vorpommerns ist das Stralsunder Kulturhistorische Museum, das kleinste das Bildhauermuseum Prof. Wandschneider in Plau am See.

Die jĂ€hrlich stattfindenden „Festspiele Mecklenburg-Vorpommern“ sind ein Festival fĂŒr klassische Musik. Festspielorte sind ĂŒber das ganze Bundesland verteilt, hĂ€ufig in GutshĂ€usern, Schlössern und auch in Parks. Des Weiteren gibt es an der OstseekĂŒste kleinere Festspiel-Reihen, die mit Musik und Theater das kulturelle Angebot in den Urlaubsorten ergĂ€nzen. In Greifswald findet jĂ€hrlich die Greifswalder Bachwoche statt. Ebenfalls in Greifswald findet mit dem Festival Nordischer Klang (in Zusammenarbeit mit der Abteilung Nordistik der Ernst-Moritz-Arndt-UniversitĂ€t Greifswald) das umfangreichste Festival fĂŒr nordeuropĂ€ische Kultur außerhalb der nordischen LĂ€nder statt.

Zu den grĂ¶ĂŸten Veranstaltungen fĂŒr junge Kunst zĂ€hlt das Fusion Festival auf dem Flugplatz LĂ€rz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Es findet seit 1997 jĂ€hrlich statt und ist ein Festival fĂŒr Musik, Theater und Performance-Kunst.

Seit 2006 erscheinen jĂ€hrlich 2-€-GedenkmĂŒnzen mit einem Motiv des Bundeslandes, welches den PrĂ€sidenten des Bundesrats stellt. 2007 war dies Mecklenburg-Vorpommern, somit wurden rund 30 Millionen 2-Euro-MĂŒnzen mit dem Schweriner Schloss als Motiv geprĂ€gt, die als offizielles Zahlungsmittel im Umlauf sind.

Das Gymnasium Carolinum in Neustrelitz
Bildung in MV

Nachdem Anfang der 1990er Jahre das dreigliedrige Schulsystem Bayerns als Vorbild fĂŒr die Umstrukturierung des Schulsystems diente, wurden in den letzten Jahren einige VerĂ€nderungen vorgenommen. Im SekundĂ€rbereich wurde das ehemals dreigliedrige Schulsystem (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) reformiert, indem Haupt- und Realschulen zur Schulform Regionale Schule zusammengelegt wurden. Dies hatte zum einen das Ziel Kosten zu sparen, indem, besonders im lĂ€ndlichen Raum, nun neben dem Gymnasium nur noch eine einzige, statt der vorher zwei verschiedenen, Schulform angeboten werden muss. Zum anderen wurden aber im Rahmen der Reform auch die KernfĂ€cher (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) gestĂ€rkt, sowie durch den Unterricht auf Hauptschul- und Realschulniveau in einem Haus die Wechselmöglichkeit fĂŒr SchĂŒler und die AttraktivitĂ€t der Schulform fĂŒr Lehrerneueinstellungen gestĂ€rkt.

Von generellen strukturellen Reformen unberĂŒhrt blieb das klassische Gymnasium, an dem jedoch ebenfalls die HauptfĂ€cher gestĂ€rkt wurden und teilweise bis zum Abitur im Klassenverband (statt getrennt in Grund- und Leistungskursen) unterrichtet wird. Seit 2008 ist das Abitur nach zwölf Jahren, welches in der DDR und bis 2001 bereits die Regel war, wieder komplett eingefĂŒhrt worden.

DarĂŒber hinaus wurde und wird generell die Erhöhung der SelbststĂ€ndigkeit und die Entscheidungsautonomie der einzelnen Schule kontinuierlich mit Modellversuchen und Reformen anvisiert. Schulen werden in Mecklenburg zunehmend von privaten gemeinnĂŒtzigen TrĂ€gern betrieben, die zum Teil auch konfessionell gebunden sind, wie beispielsweise die katholische Bernostiftung.

Um eine spĂ€tere Schullaufbahnentscheidung und ein lĂ€ngeres gemeinsames Lernen zu ermöglichen, wechseln SchĂŒler nach der Grundschule (Klasse 1–4) gemeinsam an eine Regionalschule. Nach der sechsten Klasse kann dann ein Wechsel auf ein Gymnasium und der Erwerb des Abiturs erfolgen oder an der Regionalschule die Berufsreife oder die Mittlere Reife erlangt werden. Es existieren darĂŒber hinaus auch einige wenige Gesamtschulen.

Die SchĂŒlerzahlen sind in den letzten zehn Jahren kontinuierlich zurĂŒckgegangen. Im Jahre 2009 kamen in Mecklenburg- Vorpommern auf 100 Einwohner etwa acht SchĂŒler. In den großen StĂ€dten wie Rostock, Schwerin, Greifswald, Stralsund und Wismar nimmt die Zahl der SchĂŒler in letzten Jahren stetig zu, was eine Folge der positiven Geburtenraten ist.

Ernst-Moritz-Arndt-UniversitÀt Greifswald
UniversitÀt Rostock

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwei UniversitÀten und mehrere weitere Hochschulen.

Die Ernst-Moritz-Arndt-UniversitĂ€t Greifswald (gegr. 1456) und die UniversitĂ€t Rostock (gegr. 1419) sind die beiden Ă€ltesten UniversitĂ€ten in Nordeuropa und gehören zu den Ă€ltesten Hochschulen der Welt. Es gibt zahlreiche außeruniversitĂ€re Forschungseinrichtungen, die sich hauptsĂ€chlich in und um Greifswald und Rostock konzentrieren und sich hauptsĂ€chlich mit Medizin, Biologie, Physik, Raumfahrt, Tiergesundheit und Agrarwissenschaften beschĂ€ftigen. Zu den bekanntesten Instituten zĂ€hlen das Forschungsinstitut fĂŒr die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere, Max-Planck-Institut fĂŒr Demografie in Rostock, Max-Planck-Institut fĂŒr Plasmaphysik in Garching und Greifswald und das Deutsche Zentrum fĂŒr Luft- und Raumfahrt e. V. mit Zweigstellen in Neustrelitz. Mit dem Friedrich-Loeffler-Institut befindet sich auf der zu Greifswald gehörenden Insel Riems ein nationales Forschungsinstitut. Zu den bekannten Forschungsergebnissen gehören zum Beispiel die Erfindung des Wasserskalpells, auch bekannt als Helix-Hydro-Jet oder die erste kĂŒnstliche Leber fĂŒr Kinder.

DarĂŒber hinaus gibt es zahlreiche Hochschulen, z. B. die Hochschule fĂŒr Musik und Theater Rostock, die Hochschule Neubrandenburg, die Fachhochschule Stralsund, die Hochschule Wismar, die Fachhochschule fĂŒr öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in GĂŒstrow sowie ebenfalls die Hochschule der Bundesagentur fĂŒr Arbeit (Sitz in Mannheim und Schwerin).

Das private Baltic College mit Standorten in GĂŒstrow und Schwerin bietet StudiengĂ€nge im Marketing-, Management-, Gesundheits- und Tourismusbereich an.

Gerade die beiden UniversitĂ€tsstĂ€dte Rostock und Greifswald profitieren von den teilweise sprunghaft angestiegenen Studentenzahlen. So wirbt die UniversitĂ€t Greifswald unter anderem mit dem Slogan: „Studieren, wo andere Urlaub machen“.[15]

Traditionell sind im Industriesektor die maritime Industrie und die Lebensmittelindustrie vorherrschend. DarĂŒber hinaus spielen Landwirtschaft, Tourismus und der Gesundheitssektor eine große Rolle.

Werft in Wismar
Stromenergiemix in MV
Verteilung von Windkraftanlagen in MV
Tourismus Mecklenburg-Vorpommern 2008
Insel Hiddensee (Leuchtturm Dornbusch)
Entwicklung BIP 1995–2008
Arbeitsmarkt 2000–2009

GrĂ¶ĂŸere Unternehmen im maritimen Wirtschaftsbereich sind zum Beispiel die weltweit agierende Deutsche Seereederei, Scandlines, die MMG oder die Weiße Flotte. Entlang der OstseekĂŒste gibt es mehrere Werften, zum Beispiel in Stralsund (Volkswerft), Wismar und Rostock-WarnemĂŒnde (Nordic Yards), Wolgast (Peene-Werft) sowie die mittelstĂ€ndische Hanse Yachts AG in Greifswald. In Rostock produziert Liebherr maritime KrĂ€ne, HafenmobilkrĂ€ne, SchiffskrĂ€ne, OffshorekrĂ€ne und Reach-Stacker.[16] Der maritime Sektor bietet 28.000 ArbeitsplĂ€tze (2004).

Mecklenburg-Vorpommern ist im Bereich der erneuerbaren Energien unter den Spitzenreitern in Deutschland, sowohl was die Stromproduktion als auch die Fertigung von Windenergie- und Solaranlagen angeht. In einem durchschnittlichen Windjahr können bereits bis zu 40 Prozent des Strombedarfs im Bundesland durch Windenergie gedeckt werden. In Mecklenburg-Vorpommern gab es Ende 2009 1295 Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 1.442 Megawatt. Vor der KĂŒste Mecklenburg-Vorpommerns sind zudem mehrere Offshore-Windparks in Planung. In Rostock befindet sich mit der Nordex SE ein großer und profitabler Hersteller von Windenergieanlagen. Dezentrale Biogasanlagen und Solarmodule spielen ebenfalls eine große Rolle bei der umweltvertrĂ€glichen Energiegewinnung. In Greifswald und Wismar gibt es Solarmodulfabriken.

Das Seebad Lubmin, etwa zwanzig Kilometer von Greifswald entfernt, gilt als zukĂŒnftig bedeutender nationaler Standort fĂŒr traditionelle Energiegewinnung. Zum einen befinden sich dort mehrere Kraftwerke in Bau oder Planung, z. B. ein Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk und ein Steinkohlekraftwerk.[17] Zum anderen geht in der NĂ€he von Greifswald zukĂŒnftig die von einem russisch-deutschen-niederlĂ€ndischen Konsortium geplante Nord Stream Pipeline aus dem russischen Wyborg an Land, mit der Deutschland und Westeuropa mit russischem Gas versorgt werden sollen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es bisher nur wenige grĂ¶ĂŸere Kraftwerke. Zu nennen wĂ€ren hier die Kraftwerke Rostock und Schwerin-SĂŒd. Der ehemals grĂ¶ĂŸte Stromerzeuger auf dem Landesgebiet war das stillgelegte Kernkraftwerk Lubmin.

→ Hauptartikel: Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern

Vor allem die Inseln Usedom, RĂŒgen und Hiddensee im Landesteil Vorpommern sind Schwerpunkte des Tourismus in Deutschland, ebenso wie die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und die mecklenburgischen SeebĂ€der wie z. B. Heiligendamm, Graal-MĂŒritz oder KĂŒhlungsborn. Zudem sind die historischen HansestĂ€dte Greifswald, Stralsund, Rostock und Wismar mit ihren bedeutenden AltstĂ€dten sowie die mecklenburgischen ResidenzstĂ€dte GĂŒstrow, Ludwigslust und Schwerin mit ihren Schlössern wichtige Anziehungspunkte.

FĂŒr Naturliebhaber, Angler und Wassersportler sind im Landesinneren die Mecklenburgische Seenplatte und der Nationalpark MĂŒritz sowie entlang der KĂŒste der Nationalpark Jasmund und der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft von Bedeutung. Des weiteren gibt es unzĂ€hlige verschiedene Landschafts- und Naturschutzgebiete.

Neben den mehr als zweitausend GutshĂ€usern und Schlössern in Mecklenburg-Vorpommern (z. B. Jagdschloss Granitz, Schweriner Schloss, Schloss Basedow), in denen zahlreiche kulturelle Veranstaltungen stattfinden, gibt es im lĂ€ndlichen Raum viele weitere SehenswĂŒrdigkeiten, wie historische Dorfkerne, Kirchen, WindmĂŒhlen, Zeugnisse der Slawenbesiedlung, DenkmĂ€ler und Aussichtspunkte.

Rostocks Stadtteil WarnemĂŒnde ist mit ĂŒber 350.000 Passagierbewegungen pro Jahr (Stand Februar 2011) der grĂ¶ĂŸte Kreuzfahrthafen in Deutschland und liegt somit vor dem jahrelangen Spitzenreiter Kiel und Hamburg. Die jeden Sommer in WarnemĂŒnde stattfindende WarnemĂŒnder Woche und die Hanse Sail ziehen jĂ€hrlich ungefĂ€hr eine Million Touristen nach Rostock. Daneben hat sich die MĂŒritz Sail in Waren (MĂŒritz) als Veranstaltung auf dem BinnengewĂ€sser etabliert.

Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner betrĂ€gt in Mecklenburg-Vorpommern 78,3 % des durchschnittlichen Wertes innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten (EU-27:100; Deutschland:115,2) (2005).[18] Im Jahr 2009 konnte ein Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 35,2 Milliarden Euro erwirtschaftet werden.

In den Jahren 2006 bis 2009 nahm das Land Mecklenburg-Vorpommern dank ausgeglichener Landeshaushalte keine neuen Schulden auf, sondern konnte seine Schulden insgesamt senken.[19][20]

Die Arbeitslosenquote im FlĂ€chenland Mecklenburg-Vorpommern sank in den letzten Jahren infolge des allgemeinen Wirtschaftswachstums und lag im Oktober 2009 mit 11,8 % erstmals seit 1991 bei unter 12 Prozent[21] (vgl. im September 2004 noch ca. 20 %). Innerhalb des Bundeslandes gibt es weiterhin starke regionale Unterschiede hinsichtlich der Anzahl der Arbeitslosen. Diese Unterschiede zeigen sich insbesondere zwischen dem Westen und Norden einerseits und dem SĂŒdosten des Landes andererseits. So liegen beispielsweise der Landkreis RĂŒgen (9,7 %), der Landkreis Bad Doberan (8,3 %) und der Landkreis Ludwigslust (8,1 %) nur knapp ĂŒber dem Bundesdurchschnitt, wĂ€hrend der Landkreis Demmin (17,9 %) eine deutlich ĂŒberdurchschnittliche Arbeitslosenquote aufweist (Stand: Mai 2011).[22]

Als Zukunftsbranche gilt die Ansiedlung von Unternehmen der Biotechnologie und Medizintechnik um die StÀdte Greifswald und Rostock mit ihren alten UniversitÀten. Die beiden traditionsreichen UniversitÀten des Landes, die UniversitÀt Rostock (gegr. 1419) und die Ernst-Moritz-Arndt-UniversitÀt Greifswald (gegr. 1456), um die sich zahlreiche Forschungsinstitute angesiedelt haben, tragen zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur ProfilstÀrkung des Landes bei. Ein Beispiel aus der Lebensmittelindustrie ist die Kartoffelveredelung durch Pfanni.

Historisch betrachtet entstanden in Mecklenburg und Vorpommern die MutterhĂ€user einiger großer Kaufhausketten wie Karstadt (gegrĂŒndet 1871 in Wismar), Kaufhof (gegrĂŒndet 1879 in Stralsund) und Wertheim.

Seit 2004 wirbt die Landesregierung mit dem Slogan „MV tut gut.“ fĂŒr Mecklenburg-Vorpommern als Wirtschaftsstandort und Lebensumfeld. Ziel der Landesmarketingkampagne ist es, die StĂ€rken und Potenziale Mecklenburg-Vorpommerns bekannter zu machen und mit den traditionellen Kernbereichen Gesundheit, ErnĂ€hrung, Tourismus, Kultur, Wissenschaft und Bildung zu verknĂŒpfen.[23]

UBB in Zinnowitz
A20 bei Rostock
Seehafen Rostock
FlughÀfen und LandeplÀtze in Mecklenburg-Vorpommern

Durch die sĂŒdwestliche Peripherie Mecklenburg-Vorpommerns verlĂ€uft die Eisenbahnhauptstrecke von Hamburg nach Berlin. Daneben existieren Verbindungen von dieser Strecke ĂŒber Schwerin und Bad Kleinen nach Wismar/Rostock-Stralsund-RĂŒgen. Weitere Hauptstrecken verlaufen von Berlin ĂŒber Neustrelitz nach Rostock/Neubrandenburg-Stralsund-RĂŒgen und von Berlin ĂŒber Pasewalk-Anklam-Greifswald nach Stralsund. Hinzu kommen verschiedene Nebenstrecken und die BĂ€derbahnen an der OstseekĂŒste.

In den letzten Jahren wurden aufgrund der dĂŒnnen Besiedelung des Landes, den Sparmaßnahmen des Landes Brandenburg und der stetig wachsenden Zahl an PKWs eine erhebliche Zahl an Schienenstrecken und an Schieneninfrastruktur (vor allem viele kleinere Bahnhöfe, Nebengleise, usw.) stillgelegt und meist abgebaut. Aber auch an grĂ¶ĂŸeren Bahnhöfen wurden und werden im Rahmen von Modernisierungsmaßnahmen viele Gleise zurĂŒckgebaut und der Betrieb stark vereinfacht. Auch wurden erhebliche Personaleinsparungen durch Automatisierung (u. a. von BahnĂŒbergĂ€ngen) durchgefĂŒhrt. So gibt es mittlerweile viele Streckenabschnitte von ĂŒber 20 km LĂ€nge ohne Zwischenhalt (z. B. beim RE 5), da dort nur noch langlaufende RE-Linien verkehren. Auch wird auf vielen kleineren Strecken der SPNV mittlerweile von verschiedensten Privatbahnen durchgefĂŒhrt.

Wichtigste private Bahnunternehmen sind die Usedomer BĂ€derbahn, die OLA und die OME.

Mecklenburg-Vorpommern wird durch die Bundesautobahn 20 von LĂŒbeck ĂŒber Wismar, Rostock und Neubrandenburg zum Dreieck Uckermark, die Bundesautobahn 24 von Hamburg nach Berlin mit Anschluss ĂŒber die A 14 nach Wismar sowie die A 19 von Berlin nach Rostock und im Ă€ußersten SĂŒdosten von der Bundesautobahn 11 erschlossen. Hinzu kommen verschiedene Bundesstraßen.

Wichtige SeehĂ€fen sind in Rostock, Wismar, Stralsund, Sassnitz und Greifswald angesiedelt. Von Rostock-Überseehafen und von Mukran bei Sassnitz aus fahren FĂ€hren nach DĂ€nemark, Finnland, Schweden, Polen und ins Baltikum.

In vielen KĂŒstenorten gibt es Segel- und Sportbootmarinas. Die wichtigsten SportboothĂ€fen befinden sich neben den grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten in Niendorf, Darß, Prerow, Born, Glowe, Neuhof, Lauterbach/Putbus, Kröslin, Karlshagen, Mönkebude und UeckermĂŒnde. Die vielen Seen im Hinterland sind ĂŒber die Warnow, die Recknitz, die Peene und verschiedene KanĂ€le fĂŒr die Schifffahrt miteinander und mit der Ostsee verbunden. Gerade in der Mecklenburgischen Seenplatte gibt es eine Vielzahl von SportboothĂ€fen.

In Mecklenburg-Vorpommern befindet sich ein grĂ¶ĂŸerer Regionalflughafen, mehrere mittlere FlughĂ€fen, auf denen auch Flugzeuge bis zur GrĂ¶ĂŸe von Airbus A320 landen können, sowie zahlreiche kleinere FlugplĂ€tze. Der mit Abstand grĂ¶ĂŸte und passagierreichste Flughafen ist in Laage bei Rostock.

Die mittelgroßen FlughĂ€fen befinden sich in Trollenhagen bei Neubrandenburg, in Garz bei Heringsdorf auf Usedom, in Parchim bei Schwerin und in Barth bei Stralsund. Sie sind aus ehemaligen LuftwaffenstĂŒtzpunkten der NVA und der LuftstreitkrĂ€fte der Sowjetunion entstanden. Dazu gesellen sich zahlreiche kleinere FlugplĂ€tze zum Beispiel in Anklam, GĂŒttin auf RĂŒgen, Rechlin-LĂ€rz bei Röbel, PeenemĂŒnde auf Usedom, Rerik, Flugplatz Wismar, Flugplatz Pasewalk, Flugplatz Vielist bei Waren, Flugplatz Purkshof bei Rostock, Flugplatz Schmoldow bei Greifswald, Flugplatz Pinnow bei Schwerin, Flugplatz GĂŒstrow oder Flugplatz Neustadt-Glewe auf denen vorrangig die Sportfliegerei betrieben wird.

DKB-Arena in Rostock

Der F.C. Hansa Rostock spielt in der Saison 2011/2012 in der 2. Fußball-Bundesliga.

Die Vereine SV Post Schwerin und HC Empor Rostock spielen in der 2. Handball-Bundesliga, der HSV Insel Usedom und der Stralsunder HV spielen in der 3. Liga Nord.

Die Volleyballmannschaft des Schweriner SC ist in der 1. Damen-Bundesliga vertreten, der 1. VC Stralsund und der 1. VC Parchim in der Zweiten Damen-Bundesliga Nord.

Die Eishockeymannschaft des Rostocker EC spielt seit der Saison 2010/2011 in der Eishockey-Oberliga Nord (3. Liga).

An der OstseekĂŒste und den zahlreichen kleineren GewĂ€ssern wird Segeln und Rudersport betrieben. Ein großes jĂ€hrliches Sportereignis um den Segelsport ist die Hanse Sail in Rostock.

Beim Stralsunder Sundschwimmen wird alljĂ€hrlich von ca. 1000 Schwimmern der Strelasund durchschwommen. Der RĂŒgenbrĂŒckenlauf mit Marathon fĂŒhrt die Teilnehmer alljĂ€hrlich ĂŒber die RĂŒgenbrĂŒcke.

Die erste Mannschaft des Demminer Radballvereins spielt seit der Saison 2008/2009 in der 2. Radball-Bundesliga Nord.

HauptgebÀude Ostseezeitung in Rostock
HauptgebÀude Schweriner Volkszeitung in Schwerin
HauptgebÀude des Nordkurier in Neubrandenburg

Die Medienlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern deckt alle wesentlichen Gebiete von Medienformen ab. Die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern ist das rechtsgĂŒltige Organ gemĂ€ĂŸ dem Landesrundfunkgesetz, welches zur Entwicklung von Funk und Fernsehen beitrĂ€gt und die AktivitĂ€ten privater und offener Medienstationen ĂŒberwacht sowie Rundfunklizenzen ausschreibt. Seit 2007 wird ein Medienkompetenzpreis verliehen, durch den bedeutende Leistungen von engagierten BĂŒrgern und Kindern gewĂŒrdigt werden.

Eine Landeszeitung fĂŒr Mecklenburg-Vorpommern existiert nicht. Die auflagenstĂ€rksten regionalen Tageszeitungen sind die Ostsee-Zeitung, die Schweriner Volkszeitung mit ihrer Rostocker Lokalausgabe, den Norddeutschen Neuesten Nachrichten, und der Nordkurier. Keine der Zeitungen besitzt noch eine eigene Vollredaktion.[24] Daneben gibt es verschiedene regionale AnzeigenblĂ€tter.

Das Radio als Medium zur Verbreitung von Informationen steht zum analogen und digitalen Empfang zur VerfĂŒgung. Die Digitalisierung im Radiobereich ist derzeit noch nicht voll entwickelt. Der Bereich von offenen Radiostationen ist im VerhĂ€ltnis zu anderen BundeslĂ€ndern noch jung. Mit dem Begriff Offener Kanal verbreitet sich vielfach auch BĂŒrgerfunk oder BĂŒrgerrundfunk.

Auswahl öffentlich-rechtlicher Radiosender und deren Empfangsmöglichkeiten:

  • NDR 1 Radio MV (UKW, ADR, DVB-S)
  • NDR 2 (UKW, ADR, DVB-S)
  • NDR Info (UKW, DAB, ADR, DVB-S)
  • NDR Kultur (UKW, ADR, DVB-S)
  • N-Joy (UKW, ADR, DVB-S)
  • Deutschlandfunk (u. a. UKW)
  • Deutschlandradio Kultur (u. a. UKW)

Private Radiosender:

  • Antenne MV (UKW)
  • Ostseewelle (UKW)
  • 103.3 – Ihr Lokalradio (UKW)

Offene Radiosender:

  • LOHRO (UKW)
  • NB-Radiotreff 88,0 (UKW)
  • radio 98eins (UKW)

Reine Internetradios aus Mecklenburg-Vorpommern sind wenig verbreitet. Zu den seit lĂ€ngerer Zeit bestĂ€ndig tĂ€glich rund um die Uhr sendenden Webradios bzw. Internetradios aus Mecklenburg-Vorpommern zĂ€hlen in alphabetischer Reihenfolge: Ostseemelodie aus Schwerin, Radio Hagenow, Radio MSP aus Neustrelitz, Radio Nordland aus Leopoldshagen und Webradio Powerplay aus Rostock. Daneben verfĂŒgen die meisten terrestrisch verbreiteten Radiostationen ĂŒber Streams, welche auf den jeweiligen InternetprĂ€senzen ĂŒbertragen und empfangen werden können.

Es können alle öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsender ĂŒber Kabel und Satellit empfangen werden. Einige öffentlich-rechtliche Sender werden zudem terrestrisch ĂŒber DVB-T ausgestrahlt. Das NDR Fernsehen ist der ĂŒberregionale TV-Sender des Norddeutschen Rundfunks, der neben Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen auch Mecklenburg-Vorpommern mit regionalen Informationen versorgt. Das Landesprogramm des NDR Fernsehens ist das Nordmagazin.

Es gibt einzelne Fernsehsender, die lokal oder regional auf ein bestimmtes Gebiet beschrĂ€nkt senden können. Das lokale Angebot wird von privaten und offenen TV-Stationen betrieben. Folgende lokale, offene und private TV-Sender können derzeit ĂŒber Kabel und teilweise ĂŒber Internet im Stream als Internet TV empfangen werden.

  • Anklam TV Kanal 3 – Anklam und Ostvorpommern
  • aveo – Mein Fernsehen – Schwerin und Umgebung
  • FAS – Fernsehen am Strelasund – Stralsund
  • FiSCH-TV – Schwerin
  • Greifswald TV – Greifswald
  • GĂŒstrow TV
  • neu eins – Neubrandenburg und Umgebung
  • Peene TV – Demmin und Umgebung
  • rok-tv – Rostock
  • Tv.rostock – Rostock
  • RĂŒgen Campus – Insel RĂŒgen
  • Wismar TV
  • Wolgast TV – Wolgast und teilweise Insel Usedom

Mecklenburg-Vorpommern ist ein beliebtes Panorama fĂŒr kommerzielle und öffentlich-rechtliche Filmproduktionen. Die Fernsehserie Ein Bayer auf RĂŒgen machte das Land in ganz Deutschland bekannt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert durch die Verleihung des Medienkompetenzpreises unter anderem den Bereich von Filmproduktionen im Non-Profit-Segment.

Im Sat.1-Fernsehfilm Die Grenze spaltet sich Mecklenburg-Vorpommern, inzwischen von radikalen Linken regiert, von der Bundesrepublik Deutschland ab und existiert als „Demokratische Sozialistische Republik Mecklenburg-Vorpommern“ als unabhĂ€ngiger Staat weiter.

Neben den bundesweit gĂŒltigen Feiertagen Neujahr, Karfreitag, Ostern, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Tag der Deutschen Einheit und Weihnachten ist in Mecklenburg-Vorpommern der Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag.

  • Mecklenburgisch-Vorpommersche KĂŒche
  • Polizei Mecklenburg-Vorpommern

Um eine vollstĂ€ndige Übersicht landeskundlicher Literatur bemĂŒht sich die Landesbibliographie MV.

  • ISBN 3-422-03081-6.
  • ISBN 3-935319-23-1.
  • Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg-Vorpommern? Ein Personenlexikon. Bremen 1995, ISBN 3-86108-282-9.
  • ISBN 3-7338-0195-4.
  • Wolf Karge; Reno Stutz: Illustrierte Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Rostock 2008, ISBN 978-3-356-01284-2.
  • Landeskundlich-historisches Lexikon Mecklenburg-Vorpommern. Hrsg.: Geschichtswerkstatt Rostock und Landesheimatverband Mecklenburg-Vorpommern. Red.: Thomas Gallien. Rostock 2007, ISBN 978-3-356-01092-3.
  • ISBN 978-3-406-57767-3.
  1. ↑ Nach der EuropĂ€ischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen
  2. ↑ Statistische Ämter des Bundes und der LĂ€nder
  3. ↑ Arbeitslosenquoten im MĂ€rz 2012 – LĂ€nder und Kreise. In: arbeitsagentur.de. Bundesagentur fĂŒr Arbeit, abgerufen am 29. MĂ€rz 2012.
  4. ↑ http://www.statistik-mv.de/cms2/STAM_prod/STAM/de/fps/index.jsp Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern
  5. ↑ Statistisches Jahrbuch fĂŒr die Bundesrepublik Deutschland 2009, S.25
  6. ↑ NaturrĂ€umliche Gliederung: Landschaftszonen und Großlandschaften (PDF – 2,7 MB)
  7. ISBN 3-423-04522-1.
  8. ↑ Chronik Mecklenburg-Vorpommerns auf dem M.-V.-Landesportal
  9. ↑ Evangelische Kirche in Deutschland: Kirchenmitgliederzahlen am 31. Dezember 2010. EKD, 2011, (PDF; 0,45 MB)
  10. ↑ Evangelische Kirche in Deutschland: Kirchenmitgliederzahlen am 31. Dezember 2010. EKD, 2011, (PDF; 0,45 MB)
  11. ↑ Quelle: Kirche-im-Norden.de
  12. ↑ Ostsee-Zeitung, 7. Februar 2009
  13. ↑ [1]
  14. ↑ [2] Besucherzahlen öffentlicher Theater in MV
  15. ↑ http://www.dental.uni-greifswald.de/fachschaft/?s=52
  16. ↑ Liebherr in Rostock
  17. ↑ Dong Kraftwerke Greifswald
  18. ↑ Eurostat News Release 23/2007: Regional GDP per inhabitant in the EU 27 ([3]).
  19. ↑ Statistisches Bundesamt: Schulden der öffentlichen Haushalte 2006, Pressemitteilung vom 21. Februar 2007. ([4]).
  20. ↑ Ostsee-Zeitung, 2. Februar 2010: Mecklenburg-Vorpommern mit Überschuss im Krisenjahr
  21. ↑ Bundesagentur, Abruf Oktober 2009
  22. ↑ [5]
  23. ↑ MV tut gut.
  24. ↑ GĂŒnter Herkel: Einfalt statt Vielfalt In: M – Menschen Machen Medien, Ausgabe 8/9 2009, S. 15–16.

53.61206212.700195Koordinaten: 53° 37â€Č N, 12° 42â€Č O



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Produktion

aus www.fmg-rollen.com, der freien EnzyklopÀdie

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Produktion (BegriffsklĂ€rung) aufgefĂŒhrt.

Produktion, (v. lat.: producere = hervor fĂŒhren), Fertigung, Fabrikation, im rechtlichen Sprachgebrauch die Herstellung, ist der vom Menschen (Produzent) bewirkte Prozess der Transformation, der aus natĂŒrlichen wie bereits produzierten Ausgangsstoffen (Material) unter Einsatz von Energie, Arbeitskraft und bestimmten Produktionsmitteln lagerbare Wirtschafts- oder GebrauchsgĂŒter (Ökonomisches Gut) erzeugt.

Die Produktion ist Teil des GeschĂ€ftsprozesses. Eine umfassende Betrachtung der Produktion erstreckt sich nicht nur auf organisatorische und technologische Gesichtspunkte, sondern auch auf soziokulturelle und ethisch-normative Wertvorstellungen ĂŒber die Arbeit, denen sie als einer der grundlegenden VorgĂ€nge zur Deckung der menschlichen BedĂŒrfnisse unterliegt.

Inhaltsverzeichnis

Der Begriff der Produktion ist dabei zunĂ€chst nicht auf den industriellen Bereich beschrĂ€nkt, sondern bezeichnet ebenfalls die Herstellung von GĂŒtern im Allgemeinen. Produziert wird ebenso im Handwerk, in der Land- und Forstwirtschaft und auf kĂŒnstlerischem Gebiet. Dienstleistungen sind eingeschrĂ€nkt produzierbar, solange ein zumindest in Maßen als Gegenstand zu begreifendes Produkt erzeugt wird (Fernsehsendung). In Verlagen bleibt die traditionelle Bezeichnung Herstellung als großer Arbeitsbereich, zustĂ€ndig fĂŒr Papier und Online-Organisation, Satz etc. Nicht lagerbare WirtschaftsgĂŒter, wie beispielsweise ElektrizitĂ€t, werden dagegen in der Regel nicht ‚produziert‘, sondern bereitgestellt.

In der industriellen Produktion wird die Fertigung (von StĂŒckgĂŒtern), die Prozessfertigung (von FließgĂŒtern) und die Verfahrenstechnik (von Rohstoffen zu GĂŒtern) unterschieden.

  • Unter Fertigungstechnik versteht man die Herstellung und Montage von diskreten, zĂ€hlbaren Teilen. Die verschiedenen Fertigungsverfahren werden aus betriebswirtschaftlicher Sicht unterschieden nach der Fertigungsart, welche nach dem Fertigungstyp mit Anzahl der gefertigten Teile als Einteilungskriterium und der Fertigungsorganisation differenziert wird. Die Fertigungstechnik beschreibt die technischen Methoden der Fertigung.
  • In der Verfahrenstechnik wird primĂ€r die Verarbeitung von Rohmaterialien zu einem Produkt betrachtet. Dabei werden kontinuierliche und diskontinuierliche Prozesse unterschieden.

Die wettbewerbsfĂ€hige GĂŒterproduktion in HochlohnlĂ€ndern basiert auf qualifizierten Fachleuten, besonders aber auf einem hohen Technisierungsgrad. Die Produktionsforschung entwickelt Verfahren, AusrĂŒstungen und ProduktionsstĂ€tten unter anderem fĂŒr den Fahrzeugbau oder das verarbeitende Gewerbe. Besonders wichtig sind ihre Ergebnisse aber im Maschinen- und Anlagenbau, dessen Produkte ĂŒber die LeistungsfĂ€higkeit der anderen Industriezweige bestimmen.

In den letzten Jahren hat die Globalisierung der Produktion stark zugenommen. Hierbei spielen die beiden Hauptmotive Kostensenkung und Markterschließung die wichtigen Rollen. Die Arbeitskosten und die NĂ€he zum Markt sind deshalb die beiden relevanten Standortfaktoren fĂŒr die Produktion. Erfolgreich global tĂ€tigen Unternehmen ist es fast ĂŒberall auf der Welt gelungen, exzellente ProduktivitĂ€t und QualitĂ€t zu erreichen. Diese Unternehmen stellen sich auf die unterschiedlichen Gegebenheiten ein und nutzen die standortgerechte Fertigungstechnik und BeschĂ€ftigungsstrategie.

Die Betrachtung der Produktion ist jedoch insbesondere auf die industrielle Fertigung im Produktionsbetrieb ausgerichtet. Die Betriebswirtschaftslehre fĂŒhrt sie als eine der klassischen Funktionen im Betrieb (Produktionswirtschaft, Industriebetriebslehre, Technologie).

In der Volkswirtschaftslehre beschreibt die Produktionstheorie die Herleitung der Angebotskurve (Angebot (Volkswirtschaftslehre)) im Marktmodell. Von einer Technologie ausgehend, die alle technisch machbaren Kombinationen von Inputfaktoren beschreibt, lĂ€sst sich die effizienteste Faktorkombination - fĂŒr gegebene Preise - herleiten (sogenannte Gewinnmaximierung). Daraus lassen sich die Faktornachfrage und das GĂŒterangebot herleiten.

  • Faktor-Substitution: Die Faktoren können beliebig kombiniert werden, da ein Faktor einen anderen ersetzen (substituieren) kann.
  • Partielle Faktor-Variation: Im Gegensatz zur Faktorsubstitution, bei der die Ausbringungsmenge bei Änderung des VerhĂ€ltnisses der Einsatzfaktoren konstant bleibt, Ă€ndert sich die Ausbringungsmenge. Partiell bedeutet ferner, dass lediglich ein Faktor geĂ€ndert, der andere konstant gehalten wird.
  • Totale Faktor-Variation: Alle Produktionsfaktoren können frei eingesetzt werden (keine Restriktion).

Hinsichtlich der Faktorbeziehungen lassen sich substitutionale und limitationale Produktionsfunktionen unterscheiden. Bei substitutionalen Produktionsfunktionen stehen die Ertragsfaktoren in keiner festen Relation zu dem mengenmĂ€ĂŸigen Ertrag. Substitionale Produktionsfaktoren können daher gegeneinander ausgetauscht werden. Hierbei ist allerdings ggf. eine abnehmende Grenzrate der Substitution zu beachten, das heißt, dass mit fortschreitender Substitution eines Produktionsfaktors ein steigender Bedarf an den anderen Produktionsfaktoren besteht, um eine Einheit des substituierten Faktors zu ersetzen.

Im Gegensatz hierzu stehen die Faktoren bei limitationalen Produktionsfunktionen in einer technisch determinierten Relation zur geplanten Produktionsmenge. Zur Erzeugung eines bestimmten Ertrages ist eine technisch genau festgelegte Einsatzmenge jedes limitationalen Produktionsfaktors erforderlich. Dies findet man hÀufig in der chemischen Industrie.

  • Hoitsch, H.-J.: Produktionswirtschaft. Grundlagen einer industriellen Betriebswirtschaftslehre, 2. Aufl., Vahlen 1993
  • Corsten, H.: Produktionswirtschaft, 10. Aufl., MĂŒnchen/Wien 2003
  • Dyckhoff, H.: Produktionstheorie, 5. Aufl., Berlin 2006
  • Ebel. B.: Produktionswirtschaft, 8. Aufl., Ludwigshafen 2003
  • Fandel, G.: Produktion 1, 6. Aufl., Berlin 2005
  • Gutenberg, E.: Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, Erster Band: Die Produktion, 24. Aufl., Berlin/Heidelberg/New York 1983
  • Nebl, Th.: Produktionswirtschaft, 6. Aufl., MĂŒnchen/Wien 2007
  • Produkt (Wirtschaft)
  • schlanke Produktion
  • Minimalkostenkombination
  • Kuppelproduktion
  • Fertigungsdienstleistung
  • Verlagsherstellung
  • Konstruieren (Technik)
  • Produktion von Software
  • Bereitstellen von IT-Leistungen ĂŒber spezielle Produktionsumgebungen


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Fördertechnik

aus www.fmg-rollen.com, der freien EnzyklopÀdie

Fördertechnik fĂŒr StĂŒckgut in einem Distributionszentrum

Die Fördertechnik (FT) (engl. material handling) ist eine Teildisziplin des Maschinenbaus und befasst sich mit der Konzeption, der Auslegung, der Planung und der AusfĂŒhrung von Einrichtungen zum Transport von StĂŒckgut (Paletten, Kisten, Pakete etc.) oder SchĂŒttgut (Sand, Erz, Getreide etc.). Der Transport von flĂŒssigen Medien und Gasen mit Rohrleitungen ist in der Regel nicht Teil der Fördertechnik.

Unter Fördertechnik versteht man zunĂ€chst die eigentliche Technik (Förderanlagen im erweiterten Sinne einschließlich der Lagertechnik), aber auch die Prozessgestaltung beim Betrieb der Anlagen. Zum Fachgebiet Fördertechnik gehört also die Gesamtheit aller Transport-, Umschlag- und Lageraufgaben oder -prozesse sowohl in technischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. HĂ€ufig wird dieser Bereich unter dem Begriff Logistik zusammengefasst.

Im Gegensatz zur Verkehrstechnik, die sich mit dem weitrĂ€umigen Transport befasst, behandelt die Fördertechnik das Fortbewegen von GĂŒtern in abgegrenzten Betriebsbereichen wie beispielsweise HĂ€fen, FlughĂ€fen, im Bergbau oder auch in Industriebetrieben.

Fördertechnische Bauteile sind Seile und FlaschenzĂŒge, Seilrollen, Seiltrommeln und Treibscheiben. Rundstahlketten, Gelenkketten, KettenrĂ€der und Kettentrommeln werden fĂŒr Kettentriebe benötigt. Fördergurte sind Hauptbauelement von FörderbĂ€ndern. Fahrwerkselemente sind LaufrĂ€der und Schienen. Als Lastaufnahmemittel bezeichnet man Lasthaken, Hakengeschirre, SchĂ€kel, Zangen und Klemmen, KĂŒbel und Greifer. Weitere Bauelemente der Fördertechnik sind Triebwerke und Bremsen.

Weiter werden zur Fördertechnik die innerbetrieblichen Transportsysteme gerechnet. Dazu gehören Stetigförderer wie Rollenbahnen, Zellenradschleusen, Gurtbecherwerke und Gurtbandförderer sowie Unstetigförderer wie mannbediente Flurförderzeuge (Gabelstapler, Plattformwagen etc.), Krane, Automatische LKW-Verladesysteme, Fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF), WerkstĂŒckförderer und Senkrechtförderer wie Hebetische oder Gurtheber.

In der Fabrikautomation spielen auch pneumatische Antriebe, beispielsweise zum Fördern von Halbfabrikaten und Fertigprodukten, eine bedeutende Rolle. Das pneumatische Fördersystem der Rohrpost wird heute nur noch selten eingesetzt.

  • Sorter
  • ZufĂŒhrtechnik
  • Dubbel: Taschenbuch fĂŒr den Maschinenbau, Berlin: Springer-Verlag 1990
  • DIN: Taschenbuch 44, Fördertechnik 1, Berlin: Beuth-Verlag 1995
  • DIN: Taschenbuch 185, Fördertechnik 2, Berlin: Beuth-Verlag 1995


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Rollen

aus www.fmg-rollen.com, der freien EnzyklopÀdie

Rollen steht fĂŒr:

  • mathematisch die Bewegung eines Punktes um eine Achse, siehe Zykloide
  • physikalisch den Abrollvorgang eines Rades oder rundlichenen Objektes auf dem Untergrund, siehe Rollwiderstand
  • die Bewegung eines Wasser- oder Luftfahrzeugs um seine LĂ€ngsachse, siehe Rollen (Bewegung)
  • die Bewegung eines Flugzeuges von und zur Parkposition auf der Rollbahn eines Flugplatzes, siehe Taxiing
  • ein Darstellungverfahren fĂŒr Computerbildschirme, um zu große Inhalte wiederzugeben (engl. Scrolling), siehe Bildlauf
  • ein Element auf der Computertastatur, siehe Rollen-Taste
  • ein Vorbereitungsverfahren von Lebensmitteln, siehe Wickeln (Zubereitungsart)
  • umgangssprachlich das Aussprechen eines R-Lautes als Vibrant
  • das Verkosten von FlĂŒssigkeiten, wie Wein, siehe Verkostung
Diese Seite ist eine BegriffsklÀrung zur Unterscheidung mehrerer mit demselben Wort bezeichneter Begriffe.


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StĂŒckgut

aus www.fmg-rollen.com, der freien EnzyklopÀdie

StĂŒckgutverladung 1920
StĂŒckgut-Spezialladung, Mini U-Boot, fĂŒr Nassau, Bahamas (1964)

StĂŒckgut bezeichnet in der Logistik alles, was sich einzeln am StĂŒck transportieren lĂ€sst:

  • Kollo (Plural Kolli, oft auch Colli, von italienisch collo bzw. französisch colis, engl. trading unit) bezeichnet die kleinste Einheit einer Warensendung: (einzelne) StĂŒcke, die in völlig unterschiedlicher, uneinheitlicher Form und GrĂ¶ĂŸe vorliegen, als EinzelstĂŒck oder Verpackungseinheit (PackstĂŒck, engl. packing unit)
  • StĂŒck (gebrĂ€uchliche AbkĂŒrzung Stck.) bezeichnet immer Kolli derselben Art
  • Sammelgut bezeichnet die Zusammenfassung von gleichen oder verschiedenen StĂŒckgĂŒtern zu einem StĂŒck.

Die StĂŒckmenge ist die MessgrĂ¶ĂŸe des StĂŒckgutes, solange es noch nicht den logistischen Maßnahmen fĂŒr den Transport unterworfen ist. Durch ZĂ€hlen von Kolli oder StĂŒcken wird dabei die StĂŒckzahl als Maßeinheit der StĂŒckmenge ermittelt, wie es etwa manuell, mit ZĂ€hlwaagen oder auf elektronischem Wege geschieht.

Inhaltsverzeichnis

Abgrenzung des Begriffs StĂŒckgut

StĂŒckgut bezeichnet in der Logistik alles, was sich am StĂŒck transportieren lĂ€sst, also ein Gebinde, beispielsweise Kisten, beladene Paletten, Maschinen oder Anlagenteile, Kabel-, Papier- oder Blechrollen und FĂ€sser. Die internationale Bezeichnung ist Kollo (Plural: Kolli). Kein StĂŒckgut ist beispielsweise FlĂŒssiggut oder sind Gase, die ohne eigenen BehĂ€lter in die Transportfahrzeuge gepumpt werden. Sand, Kohle, Getreide und vergleichbare Feststoffe sind SchĂŒtt- oder Sauggut, sofern sie nicht verpackt sind.

Die Begriffe StĂŒckgut und Sammelgut werden hĂ€ufig als synonymes Wortpaar verwendet. WĂ€hrend Sammelgut jedoch die Konsolidierung von Warenströmen zur Steigerung der Gewichts- oder Raumausnutzung von Verkehrsmitteln, vor allem in speditionellen HauptlĂ€ufen beschreibt, ist der Begriff des StĂŒckguts im Rahmen von GĂŒterverkehrssystemen der Ebene der ObjektgrĂ¶ĂŸe zuzuordnen.

  • In Deutschland stellte nach dem Eisenbahn-Reformtarif von 1877 das StĂŒckgut neben dem Eilgut und der Wagenladung ein eigenes Abrechnungskriterium dar.
  • FĂŒr den GĂŒterkraftverkehr fand sich eine legaldefinitorische Abgrenzung des StĂŒckguts vom Ladungsverkehr hinsichtlich der Abfertigungsart im § 4 der Kraftverkehrsordnung (KVO) fĂŒr den GĂŒterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen, in der zwischen der Übergabe zur Verladung (StĂŒckgut) oder Bestellung eines Fahrzeuges (Ladungsverkehr) unterschieden wurde.
In der weltweiten Logistik wird StĂŒckgut meist in Containern transportiert

Bei der Abmessung von StĂŒckgĂŒtern gibt es im Gegensatz zu den klar definierten Gewichts- und GrĂ¶ĂŸenmaßen bei den Paketdiensten (vor allem bei den multinationalen Integrators) keine bestimmten Grenzwerte. Die Gewichtsgrenzen sind hĂ€ufig historisch gewachsene und durch alte, nicht mehr gĂŒltige Gesetze und Verordnungen geprĂ€gt.

Die GrĂ¶ĂŸe von StĂŒckgut liegt meist zwischen dem, was ein Gabelstapler transportieren kann, und den Abmessungen eines 40-Fuß-Containers bzw. der LadeflĂ€che eines LKW. Jedoch sind grĂ¶ĂŸere Abmessungen unvermeidlich, wenn der jeweilige Kollo nicht in Einzelteilen transportierbar und erst am Einsatzort montierbar ist, beispielsweise im Fall von Turbinen fĂŒr ElektrizitĂ€tswerke. Übergroße StĂŒcke erfordern Großraumtransporte, welche eine Teildisziplin der Schwertransporte darstellen.

Bei der GrĂ¶ĂŸenabgrenzung ist grundsĂ€tzlich die Gliederung von 1877 aber auch heute noch im GĂŒterkraftverkehr durch die Segmente Paketdienst, StĂŒckgutverkehr und Ladungsverkehr gegeben. In den letzten Jahren hat sich der Transportmarkt weiter differenziert, so dass heute der Markt in die Bereiche Kurier-, Express und Paketdienst (KEP), Gefahrgut, temperaturgefĂŒhrte GĂŒter, Nahrungsmittel, hĂ€ngende GĂŒter und den Markt von handhabbaren und nicht handhabbaren StĂŒckgĂŒtern eingeteilt werden kann. Die Gliederung des Transportmarktes hinsichtlich dieser Gewichtsgrenzen und der Anzahl der Nutzer verdeutlicht Abbildung 1.

Bei der Untergrenze von StĂŒckgĂŒtern gibt es keine einheitliche Meinung. Sie ist vielmehr im Übergangsbereich zu den Kurier, Express und Paketdiensten (KEP) sowie den multinationalen Integrators festzumachen. Der Gewichtsbereich unter 20 kg wird durch das Postgesetz (PostG) im § 4 eindeutig in einen Briefbereich und einen Paketbereich gegliedert. Alle anderen Gewichtsgrenzen sind nicht (mehr) gesetzlich fixiert. Der nationale KEP-Markt orientiert sich ĂŒberwiegend an der 31,5 kg Grenze mit einer Anhebung bis teilweise 40 kg bzw. 50 kg fĂŒr Standardsendungen. Die gleiche Entwicklung ist auch bei den Integrators zu beobachten, bei denen eine Gewichtsanhebung von 31,5 kg auf maximal 68 kg bzw. 70 kg zu beobachten ist. Der Bundesverband Spedition und Logistik (BSL) empfiehlt ein Mindestgewicht von 50 kg, bzw. bei unpalettiert ĂŒbernommenen GĂŒtern 1.000 kg pro Lademeter. In der Speditionspraxis sind VerrechnungssĂ€tze mit Mindestgewichten von national 50 kg bis international 200 kg ĂŒblich.

Als Obergrenze lassen sich in der Literatur Gewichte von 1.500 bis 3.000 kg finden. WĂ€hrend die untere Grenze eher eine fehlende TrennschĂ€rfe zur Unterscheidung von Direktabholung resp. Direktzustellung vermuten lĂ€sst, wird von vielen Speditionen ein Gewicht von 2.500 kg veröffentlicht, die auch in der amtlichen Statistik beim gewerblichen Fernverkehr angesetzt werden. Die Preisempfehlungen des BSL setzen bei StĂŒckgĂŒtern eine Obergrenze von 3.000 kg an.

MarktfĂŒhrer im StĂŒckgut-Segment ist die Kemptener Spedition Dachser. Zu den Top-Ten-StĂŒckgut-Dienstleistern gehören neben DB Schenker und DHL Logistics auch die Kölner Spedition Emons (Stand 2007).

Unter StĂŒckgut kann somit eine Sendung verstanden werden, die zwischen Absender und EmpfĂ€nger im Haus-zu-Haus Verkehr befördert wird, und ein Gewicht zwischen 50 kg und 2.500 kg hat, die zulĂ€ssige Nutzlast des verwendeten Fahrzeuges sowohl vom Volumen als auch vom Gewicht nicht vollstĂ€ndig ausnutzt und somit in der Regel mit anderen Sendungen zusammen befördert wird.

HĂ€ufig besteht eine Lieferung an einen Kunden aus mehreren einzelnen Teilen. Diese werden zur besseren Handhabung im Transport zu grĂ¶ĂŸeren PackstĂŒcken (Kollo) zusammengefasst, etwa in Kartons verpackt. Diese PackstĂŒcke werden schließlich als einzeln zu handhabende StĂŒcke beispielsweise in einen LKW verladen und beim Kunden wieder ausgeladen.

Die Anzahl der Kolli wird in der Regel auf dem Frachtbrief angegeben. Nur diese, nicht der Inhalt der Kolli, kann und sollte vom Spediteur beim Aufladen ĂŒberprĂŒft werden; denn er haftet in der Regel fĂŒr verloren gegangene Ware und sollte daher sicher sein, auch alles eingepackt zu haben.

Zur ÜberprĂŒfung der VollstĂ€ndigkeit einer Lieferung wird in der Regel auf dem Lieferschein die Anzahl der Kolli angegeben. So kann sofort nach dem Entladen eine erste VollstĂ€ndigkeitsprĂŒfung durchgefĂŒhrt und sichergestellt werden, dass beispielsweise kein Kollo auf dem LKW vergessen wurde.

StĂŒckgut kann auf Pritschenwagen, geschlossenen Lastkraftwagen, in Containern oder im Laderaum von Flugzeugen transportiert werden und erfordert keine speziellen TransportbehĂ€lter.

StĂŒckgut wurde frĂŒher auf StĂŒckgutschiffen und in StĂŒckgutwaggons, u.a. im StĂŒckgut-Schnellverkehr, transportiert. Heute verwendet man hierfĂŒr fast nur noch Container, die sich in verschiedenen Verkehrsmitteln einfach transportieren lassen.

FĂŒr StĂŒckgut gelten spezielle Vorschriften der Ladegutsicherung.

→ Hauptartikel: Transportnetzstruktur

Besonders im Sammelgut- und StĂŒckgutverkehr ergibt sich durch die zunehmenden Bedeutung der Logistik als Wettbewerbsfaktor fĂŒr Industrie und Handel, die Notwendigkeit, flĂ€chendeckende Dienstleistungen anzubieten. Plangesteuerte Distributionsverfahren gelten als veraltet, zentrale Distributionsstrategie erfordern jedoch niedrige Transportkosten und kurze Laufzeiten. Laufzeitunterschiede im „Europa mit Grenzen“ waren und sind bei osteuropĂ€ischen Verkehren auch heute noch plausibel und allgemein akzeptiert. In Zentraleuropa hingegen werden nur noch Entfernungsunterschiede akzeptiert. Der Netzstruktur, als ein wesentlicher Einflussfaktor, kommt daher eine besondere Bedeutung zu.

Netzwerkstrukturen entstehen durch die Anordnung von Knoten (Quellen und Senken von Ladungen) und deren VerknĂŒpfung ĂŒber Kanten (Netzwerkprozesse). Knoten stellen somit Lagerorte und Kanten Transporte dar. Eine Charakterisierung kann ĂŒber die drei Kriterien Stufigkeit, Dichte (Anzahl der im Netzwerk verbundenen Depots) und Dislozierung (rĂ€umliche Verteilung) erfolgen.

Das Marktvolumen ist auf Grund einer schwierigen Datenlage nur eingeschrĂ€nkt bewertbar. 1996 betrug die beförderte GĂŒtermenge im StĂŒckgutverkehr 41 Mio. Tonnen , was 1,4 % der gesamten GĂŒtermenge bedeutet. Vergleiche mit Paketdiensten können nur schwer gezogen werden, da hier das Sendungsaufkommen in Paketanzahl erfasst wird. Der im StĂŒckgutverkehr erwirtschaftete Umsatz belĂ€uft sich nach Lorenz auf 12 Mrd. DM, wobei aktuelle SchĂ€tzungen 14 Mrd. DM angeben. Zu signifikanten Unterschieden im Umsatz gelangt die Marktstudie der UniversitĂ€t Erlangen, wonach schon die Top 50 Unternehmen einen Umsatz im Sammelgutbereich von fast 30 Mrd. DM erwirtschaften.

Infolge der Reduzierung von LagerbestĂ€nden in Industrie und Handel und der damit verbundenen Steigerung der Lieferfrequenz Logistikeffekt, kann es zu erhöhtem Aufkommen an StĂŒckgutverkehren kommen. Da StĂŒckgutverkehre jedoch wiederum mit höheren Kosten verbunden sind, wird mit Konzepten wie z. B. milkrun) versucht Belieferungen zu bĂŒndeln. Eine weitere Steigerung des Aufkommens ist mit der Internationalisierung von Unternehmen und der Vernetzung der Produktionsstandorte zu erklĂ€ren.

Die Sammelgutbranche ist aufgrund der sammelgutaffinen Entwicklungstendenzen zu kleineren GrĂ¶ĂŸen und Gewichten grundsĂ€tzlich als Wachstumsbranche zu bezeichnen.

Siehe auch: PaneuropĂ€ischer StĂŒckgutverkehr

Als Teilmenge der logistischen Dienstleistungen finden StĂŒckgutverkehre zwischen den Produzenten und dem Nachfrager statt. Somit können allgemeine Modelle, wie z. B. das Modell der „blauen Banane“ herangezogen werden. Bei diesem Modell werden Aktiv- und PassivrĂ€ume in Europa dargestellt. Die ĂŒberwiegend zwischen und innerhalb dieser und den angrenzenden Regionen stattfindenden Transporte bestimmen die rĂ€umliche Struktur der StĂŒckgutverkehre. Ein weiteres Modell zur Beschreibung von StĂŒckgutverkehren basiert auf der Erreichbarkeit einer Region. Hier kann z. B. der Peripherieindex herangezogen werden. Bezogen auf die Bevölkerung und den LKW zeigt eine positive Erreichbarkeit fĂŒr Zentralpolen und Westungarn, die vergleichbar mit Norditalien und Zentralfrankreich ist. Eine von Miebach Logistics durchgefĂŒhrte Studie zur Standortwahl in Ostmitteleuropa (1998) nennt Posen, Prag, Brno und Bratislava als ideale Standorte fĂŒr nationale oder regionale Distributionslager.

Die meisten Speditionen sind in BĂŒnden organisiert (z. B. VTL (Vernetzte-Transport-Logistik GmbH); 24plus logistics network; CTL; CargoLine; IDS; S.T.a.R., Systemgut; System Alliance). Diese BĂŒnde arbeiten mit GĂŒterverteilungszentren an Verkehrsknotenpunkten (Verteilerzentren). Ähnlich wie bei Paketdienstleistern ĂŒberspannt ein Netz aus Linienverkehren und Knotenpunkten den gesamten Zustellungsbereich, so können die Lastkraftwagen optimal eingesetzt und ausgelastet werden. Diese Art von Logistik nennt man "Systemverkehr".

Beispielhaft fĂŒr den Systemverkehr ist z. B. der Warenumlauf bei großen Handelsketten wie Kaufland. Das fĂŒr den Bereich Schweinfurt / Kitzingen zustĂ€ndige Warenlager befindet sich in Donnersdorf. Lkws eines bei Kaufland beschĂ€ftigten Fuhrunternehmens liefern beispielsweise StĂŒckgut (z. B. Wein und Kleidung) von diesem Verteilerzentrum nach SĂŒdfrankreich, der Lkw nimmt dort eine andere Ware auf, liefert nach Nordspanien und kehrt dann wieder mit Ware, deren Zielort in Mitteleuropa liegt, zurĂŒck zum Ausgangspunkt. Leerfahrten werden so notwendigerweise vermieden. Diese Route wird regelmĂ€ĂŸig gefahren, sie ist deshalb ein Linienverkehr. NatĂŒrlich trifft dies auch auf StĂŒckgut aller Art zu, der stĂ€ndige Kostendruck auf die Fuhrunternehmer zwingt diese zu Rationalisierungsmaßnahmen, StĂŒckgut kann nun also nicht mehr einzeln geliefert es muss gemeinsam mit StĂŒckgut,bzw. anderer Art der Ladung, zu einer großen Sendung zusammengefasst werden. Die mittlerweile beinahe tĂ€glich zwischen großen StĂ€dten pendelnden Linienverkehre ermöglichen so eine kosteneffiziente Methode des Transports.

[Bearbeiten] Andere TransportgĂŒter

  • Frachtgut
    • Containergut
    • FlĂŒssiggut
    • Greifergut
    • Massengut
    • Sauggut
    • SchĂŒttgut


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SchĂŒttgut

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter SchĂŒttgut (BegriffsklĂ€rung) aufgefĂŒhrt.
Siloanlage SchĂŒttgĂŒter
Sand gehört zur Klasse der SchĂŒttgĂŒter

Der Begriff SchĂŒttgut bezeichnet ein körniges oder auch stĂŒckiges Gemenge, das in einer schĂŒttfĂ€higen Form vorliegt. Bestimmt werden die Eigenschaften von SchĂŒttgut durch die KorngrĂ¶ĂŸe und der Kornverteilung, sowie die SchĂŒttdichte, den SchĂŒttwinkel, die Feuchtigkeit und der Temperatur.[1]

SchĂŒttgĂŒter werden in zwei Gruppen unterschieden:

  • kohĂ€sionlose, freifließende SchĂŒttgĂŒter
  • kohĂ€sive, zusammenhaltende SchĂŒttgĂŒter

Die Bezeichnung „SchĂŒtten” ist ein aus den DIN-Normen des Transportwesens und der Verfahrenstechnik definierter Begriff mit dem Umgang von SchĂŒttgĂŒtern. Eine SchĂŒttung, insbesondere die lose SchĂŒttung, bezeichnet GĂŒter, die sich in einem BehĂ€ltnis frei bewegen können oder nicht anderweitig in ihrer Lage gesichert sind.

Die SchĂŒttgutmechanik beschĂ€ftigt sich mit Lager- und Transportbedingungen von SchĂŒttgĂŒtern wie SchĂŒttwinkel (Reibungswinkel), Ausflussverhalten von Silos, Fluidisierung und SchĂŒttdichte. Nach Überschreiten einer Aktivierungsenergie können sich SchĂŒttgĂŒter wie ein Fluid verhalten, also fließen. Die Partikel bleiben dabei im Wesentlichen erhalten oder verĂ€ndern ihre Form auf dem Transportweg nicht. Die wichtigste KenngrĂ¶ĂŸe hierfĂŒr ist die RieselfĂ€higkeit. Physikalisch behandelt werden die Eigenschaften von SchĂŒttgut in der Theorie der granularen Materie.

Inhaltsverzeichnis

Salz als Berg (Halde) aufgeschĂŒttet

Zu den SchĂŒttgĂŒtern zĂ€hlen Baustoffe wie beispielsweise Oberboden, Sand, Kies und Zement sowie Rohstoffe wie etwa Erz, Kohle oder Streusalz. Weiterhin gehören Lebensmittel wie Getreidesorten, Zucker, Salz, Kaffee und Mehl zur Gruppe der SchĂŒttgĂŒter. Pulverförmige GĂŒter wie Pigmente sowie FĂŒllstoffe, Granulate und Pellets lassen sich ebenfalls zuordnen.

SchĂŒttgĂŒter werden aufgrund ihrer Stoffeigenschaften oftmals in Silos oder Bunkern gelagert. Je nach Stoffeigenschaft unterscheidet man freifliessende und zusammenhaltende SchĂŒttgĂŒter. Erstere sind problemlos mit beispielsweise einer Zellenradschleuse oder mithilfe eines Schiebers auszutragen. Bei schwierigen (komplexen) SchĂŒttgĂŒter beispielsweise bei kohĂ€siven, hygroskopischen, entmischenden, schießenden, nicht fließfĂ€higen oder pastösen SchĂŒttgĂŒter ist die Austragung (speziell die genau dosierte), mehr als anspruchsvoll. Stoffe mit den beschriebenen Eigenschaften können problemlos mit einem Kippbalkenboden ausgetragen werden. Ware, die witterungsunempfindlich ist, kann auch im Freien gelagert werden. Bei der Beförderung unterscheidet man kontinuierlichen, also ununterbrochen fließenden, und diskontinuierlichen Transport.

Zu den kontinuierliche Transportverfahren zĂ€hlen einfache Einrichtungen wie SchlĂ€uche und Rohre (so genannte pneumatische Förderung), aber auch komplexe Systeme wie Bandstetigförderer (Muldengurtförderer, Fördergurt), Kettenstetigförderer, Schwingförderer und Becherwerke sowie Zellenradschleusen zum Austragen und Eindosieren. Des Weiteren dient die Doppelpendelklappe zur Beförderung von grobem SchĂŒttgut. Diskontinuierlicher Transport erfolgt bei SchĂŒttgut-Silos oder -Bunkern (etwa bei Schiffen, dort auch als StĂŒrzgut bezeichnet) in Mulden- und Hochbordfahrzeugen (Straße und Schiene) sowie in Silowagen, Silofahrzeugen, Sattelauflieger mit Schiebeboden und als Sackware oder in Bigbags.

In der SchĂŒttguttechnik beschĂ€ftigt man sich mit der funktionsgerechten Auslegung von Apparaten der mechanischen Verfahrenstechnik, insbesondere Silos. Durch Kenntnis experimentell ermittelter SchĂŒttguteigenschaften ist eine Siloauslegung mit dem Ziel der Vermeidung von Ausflussstörungen, wie Schachtbildung, BrĂŒckenbildung oder Entmischung möglich.

Experimentell ermittelte Eigenschaften sind:

  • die SchĂŒttgutfestigkeit,
  • die SchĂŒttdichte,
  • der effektive Reibungswinkel,
  • der Wandreibungswinkel
  • Transportgut
  • Sauggut
  • Massengut
  • StĂŒckgut
  • FĂŒllgut
  1. ↑ SchĂŒttgut Tagung
  • Dietmar Schulze: Pulver und SchĂŒttgĂŒter, Fließeigenschaften und Handhabung, 508 S. m. 350 Abb., Springer Verlag Berlin, ISBN 978-3-540-34082-9
  • DIN EN 1991-4: Einwirkungen auf Tragwerke - Teil 4: Einwirkungen auf SchĂŒttgut-Silos Deutsche Fassung EN 1991-4:2006, 119 S., Beuth Verlag GmbH
  • Schulze: Pulver und SchĂŒttgĂŒter: Fliesseigenschaften und Handhabung. Springer 2006
  • Dietmar Schulze: Pulver und SchĂŒttgĂŒter, Fließeigenschaften und Handhabung, 377 S., Springer Verlag Berlin, ISBN 3-540-34082-3


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